Schulbusse: Kreis will „nachsteuern“

Battenberg. Zu einem „runden Tisch Schülerbeförderung“ hatte der Leiter des Fachdienstes Schulen und Bildung beim Landkreis, Friedhelm Pfuhl, nach Battenberg eingeladen.

Bei einer Chaos-Fahrt hatte am 10. September ein offensichtlich betrunkenen Busfahrers mehrere Autos gerammt, einen Zaun demoliert und drei Straßenlaternen umgefahren. Ein Mädchen hatte Verletzungen erlitten, die übrigen 27 Schulkinder hatte der Busfahrer auf deren eindringliches Verlangen hin vorzeitig aussteigen lassen (HNA berichtete).

Das Busunternehmen sei inzwischen ausgetauscht, der Schülertransport grundsätzlich geregelt, erklärte Friedhelm Pfuhl gegenüber der HNA. Berechtigt seien jedoch Klagen über überfüllte Busse – zumindest auf bestimmten Linien. „Da müssen wir nachsteuern“, betonte der Fachdienstleiter. Als Beispiele nannte Pfuhl die Strecken Rennertehausen – Allendorf – Battenberg sowie Bromskirchen – Battenberg. Grundsätzlich müsse man feststellen, dass es sich bei den in Rede stehenden Busstrecken um Linienbusse handle, die auch von Schülern benutzt würden – nicht um reine Schulbusse. Es komme vor, dass Schüler, die oft neben dem Ranzen und Sportzeug auch noch Musikinstrumente dabei hätten, „einfach physisch nicht reinpassen“, sagte Pfuhl über die Auslastung der Busse. Die Gesamtschule Battenberg habe sich bereits mit dem auf 7.30 Uhr vorverlegten Schulbeginn bemüht, die morgendliche Situation zu entzerren. „Wir müssen sehen, ob wir in einigen Bereichen weitere Busse einsetzen“, erklärte Pfuhl, stellte aber klar: „Wir können nicht allen Kindern einen Sitzplatz garantieren.“ Betroffenen Schülern und Eltern empfiehlt Friedhelm Pfuhl, sich nicht pauschal über „überfüllte Busse“ zu beklagen, sondern negative Fälle eindeutig mit genauen Zahlen der Businsassen und Zusteigenden sowie entsprechenden Daten zu dokumentieren. „EWF und NVV gehen dem dann nach.“ (off)

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Quelle: HNA

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