Gericht verurteilt 42-Jährigen wegen zu einer Geldstrafe von 2400 Euro

Schulden drückten: Mann fälschte Urkunden

Frankenberg. Wegen Urkundenfälschung und falscher Versicherung an Eides statt hat das Frankenberger Amtsgericht am Montag einen 42-jährigen Mann aus dem Altkreis zu einer Geldstrafe von 2400 Euro (120 Tagessätze zu je 20 Euro) verurteilt.

Der Mann, der als Selbstständiger arbeitet, legte ein umfangreiches Geständnis ab. Weil er 90.000 bis 100.000 Euro Schulden habe und ihm „40 bis 50 Gläubiger im Nacken sitzen“, habe er im August 2008 für eine Bewerbung eine Zusatzqualifikation „auf dem Scanner gefälscht“, räumte er ein.

Bei einem weiteren Anklagepunkt ging es um Mietschulden. Weil er mit der Miete im Rückstand war, habe seine Frau der Vermieterin den Kfz.-Brief seines Motorrades ausgehändigt, sagte der Angeklagte. Wenige Monate später beantragte er jedoch einen neuen Fahrzeugbrief bei der Zulassungsstelle. Als die Vermieterin versuchte, das Motorrad zu pfänden, gab der Mann an, dieses sei nach einem Unfall verschrottet worden.

Das umfangreiche Geständnis des wegen Betruges mehrfach vorbestraften Angeklagten ersparte dem Gericht die Vernehmung von fünf geladenen Zeugen. Bei Strafmaß folgte Richterin Andrea Hülshorst dem Antrag von Staatsanwältin Natalie Mand. (off)

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Quelle: HNA

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