Beim Einführungsunterricht lernten Schüler die Arbeit mit der Blockbandsäge kennen

Schule einmal außer Haus

An der Bandsäge: Wilfried Mütze zeigte den Schülern dabei, wie mit einer mobilen Blockbandsäge effektiv gearbeitet werden kann. Auch die Lehrkräfte verfolgten die Vorführung mit großem Interesse. Foto:  nh

Frankenberg. Interessanten Unterricht außerhalb des Schulgeländes gab es jetzt für Schüler der Frankenberger Hans-Viessmann-Schule: Sie erlebten die Arbeit mit einer mobilen Bandsäge, ließen auf dem Sportplatz selbst angefertigte Bumerangs fliegen und besuchten einen Tag lang den Nationalpark Kellerwald.

An den Aktionen nahmen 18 Schüler des Berufsgrundbildungsjahres und 16 Auszubildende des ersten Ausbildungsjahres im Bereich Holztechnik der Schule teil. Bei dieser Art des Unterrichts sollten die Schüler verschiedene Holzarten und auch verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten für den Rohstoff Holz kennenlernen, berichteten die zuständigen Lehrkräfte Erhard Pauly, Jens Boeck und Stefan Wondratschke. Sie legen besonderen Wert darauf, dass die Schüler nicht nur in der eigenen Holzwerkstatt arbeiten.

Zunächst ging es für die sechs jungen Frauen und die 28 Männer allerdings in der Holzwerkstatt los: Dort wurden erste Werkstücke angefertigt. Und dabei kamen auch die ersten Fragen – beispielsweise welches Holz und welche Werkzeuge verwendet werden sollen. Dass der Unterricht letztlich nicht nur auf dem Schulgelände stattfand, motivierte die Schüler zusätzlich.

Interessant war für die jungen Menschen vor allem der Besuch im Nationalpark Kellerwald. Ein Ranger machte sie dort nicht nur mit der Funktion des Waldes vertraut, sondern auch mit den verschiedenen Holzarten der Region.

Der Höhepunkt des Einführungsunterrichts war allerdings das Einsägen von Baumstämmen auf dem Gelände der Viessmann-Schule. Mit einer mobilen Blockbandsäge wurden dabei sieben Stämme in Bretter zersägt – unter dem Strich zweieinhalb Kubikmeter Holz.

Interessant für die Schüler waren auch die Geschichten von Wilfried Mütze, der den Jungen und Mädchen die Arbeit an der Bandsäge demonstrierte. Er erzählte auch seinen beruflichen Werdegang – beispielsweise als Schreiner und Parkettleger.

Im anschließenden Regelunterricht wurde das frische Schnittholz dann übrigens fachgerecht gestapelt und gelagert. Inzwischen verarbeiten die Schüler der Frankenberger Hans-Viessmann-Schule bereits gut abgelagertes und getrocknetes Holz aus den vergangenen Jahren. (nh/mjx)

Quelle: HNA

Kommentare