Elf von 74 Schulen in Waldeck-Frankenberg barrierefrei

Waldeck-Frankenberg. Über die Hälfte der Schulen im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind für Menschen mit Behinderung ohne fremde Hilfe zugänglich.

An den 74 Standorten seien elf gänzlich und 28 in wesentlichen Gebäudeteilen barrierefrei. Dies geht aus der Antwort auf die Anfrage der Grünen-Abgeordneten Dagmar Deutschendorf zu den baulichen Gegebenheiten in kreiseigenen Gebäuden im Kreistag hervor.

An den schulischen Sporthallen ist die Barrierefreiheit zu 87 Prozent gegeben. Dort sind von 52 Hallen 20 ganz und 25 teilweise für Menschen mit Behinderung zugänglich. Von den fünf Verwaltungsgebäuden erfüllen nur das Kreishaus und der Komplex „Auf Lülingskreuz“ die Merkmale der Barrierefreiheit.

Bei den damals erteilten Baugenehmigungen galten geringere Anforderungen an die Barrierefreiheit. „Diese genehmigten Zustände genießen Bestandsschutz“, sagt Udo Weitekemper, Leiter des Eigenbetriebs Gebäudemanagement beim Kreis. Daher gebe es keine Vorschriften zum Umbau der Gebäude.

Bei Sanierungen werde jedoch seit dem Schuljahr 2009/10 die Barrierefreiheit berücksichtigt - unter Vorbehalt, dass ausreichend Geld zur Verfügung stehe. Bei Neubauten werde seit Gründung des Eigenbetriebs Gebäudemanagement 2001 darauf geachtet. Für Barrierefreiheit sorgen Rampen, Behindertentoiletten, Fahrstühle und Treppenlifte, wobei letztere beiden mit bis zu 30 000 Euro am kostspieligsten seien.

Welche Probleme es bei der Umgestaltung gibt und wofür das Gebäudemanagement die zusätzlich bereit gestellten 400.000 Euro für Inklusionsvorhaben verwendet, lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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