Schulleiter Hermes verlässt Edertalschule und geht nach Kassel

Verabschiedung: (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, Dr. Kerstin Engelhard (Schulelternbeirat), Thorsten Jech (Personalratsvorsitzender), Katja Schoenewolf (Elternbeirat), Jannik Bornscheuer (Schülervertretung), Pamela Bossert (Elternbeirat), der verabschiedete Schulleiter Stefan Hermes, Stephan Uhde (Staatliches Schulamt), Cornelia Schönbrodt (Ortenbergschule) und Uwe Neumann (stellvertretender Schulleiter Edertalschule). Fotos: mjx

Frankenberg. Nach nur vierjähriger Tätigkeit am Frankenberger Gymnasium Edertalschule ist Schulleiter Stefan Hermes mit einer Feier in der Kulturhalle im Kreise der Kollegen und vieler Gäste offiziell verabschiedet worden. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.

Um genau 14.30 Uhr erklang für Stefan Hermes der letzte Schulgong, das Orchester spielte die Titelmelodie aus der Westernserie „Bonanza“, der Schulchor sang „Bridge over troubled water“. „Ich bin dankbar, in den vier Jahren Teil dieser Schule gewesen zu sein“, sagte der Oberstudiendirektor zum Abschied.

Nachdem Hermes seinen privaten Lebensmittelpunkt nach Melsungen verlegt hatte, wechselt er nun als Schulleiter an die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel, ebenfalls ein Gymnasium. „Der Wechsel allein ist das Beständige - auch an der Edertalschule“, zitierte der stellvertretende Schulleiter Uwe Neumann den Philosophen Arthur Schopenhauer.

Kooperation mit der Uni Siegen für den Unterricht in Wirtschaftswissenschaften, Diskussion der gymnasialen Oberstufe in Battenberg, Schulversuch mit G8 und G9, Einführung von Spanisch als dritter Fremdsprache und ein Einbruch in die Schule im Februar 2013, erinnerte Neumann an den steinigen Start von Hermes am Frankenberger Gymnasium. „Stefan Hermes hatte nicht wirklich eine Eingewöhnungsphase“, beschrieb Neumann die vielen Herausforderungen, die der neue Schulleiter von Beginn an bewältigen musste.

„Wir wollen den Schulleiter an der Edertalschule so schnell und so gut wie möglich ersetzen“, versicherte Stephan Uhde vom Staatlichen Schulamt in Fritzlar. „Wir hätten Stefan Hermes aber gerne an der Edertalschule behalten.“ Mit seiner Lebensart sei der gebürtige Rheinländer ein Gewinn für die Region gewesen. „Seine Aufgaben hat er immer mit vollem Herzen und außerordentlich erfolgreich bewältigt“, sagte Uhde. Hermes habe immer perspektivisch gedacht: „Er lebt Schulleiter und fühlt sich in dieser Rolle wohl.“

Für Herausforderungen wie in Frankenberg sei Hermes bestens qualifiziert gewesen - „und er hat sie bestens gemeistert“. Die wichtigsten Aufgaben habe er immer mit „viel Augenmaß und viel Geschick“ gelöst. Die Ederalschule habe aber auch ohne Stefan Hermes eine erstklassige Führung, betonte Uhde: „Diese Schulleitung wird das Gymnasium, bis ein neuer Schulleiter da ist, sehr gut führen. (mjx)

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Quelle: HNA

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