Christl Weimann hört zum Jahresende auf

Schulleiterin bereitet sich auf den Ruhestand vor

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Christl Weimann führt und verwaltet seit 1998 die Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus und unterrichtet dort bereits die zweite Generation angehender Krankenpfleger. Foto: Andrea Pauly

Frankenberg - Sie kann sich noch gut an die erste Unterrichtsstunde in Frankenberg erinnern: Christl Weimann musste angehende Krankenschwestern über Körperpflege unterrichten, unter dem strengen Blick der damaligen Schulleiterin. Heute hat sie selbst diesen Posten inne - noch bis zum Jahresende.

Christl Weimann ist eine Institution an der Krankenpflegeschule: Die zierliche, blonde Dame unterrichtet mittlerweile bereits die Kinder ihrer ersten Schüler. Seit 30 Jahren ist sie am heutigen „Schulzentrum für Pflegeberufe“ tätig: Sie unterrichtet angehende Krankenpflegehelfer sowie Gesundheits- und Krankenpfleger, die ihre Ausbildung am Kreiskrankenhaus absolvieren (siehe Kasten) und leitet die Verwaltung der Krankenpflegeschule.

Sich um deren Leitung zu bewerben, war nicht ihre eigene Idee, erinnert sie sich. Stattdessen hatten damals 180 ehemalige Schüler von ihr dafür unterschrieben, dass sie die neue Leiterin der Schule werden sollte. Mit dieser Unterschriftenliste bewarb sie sich um die Stelle.

Die Krankenpflege ist für Weimann keine Arbeit wie jede andere, und das gilt besonders für die Ausbildung. Denn darin müssen junge Menschen, manche von ihnen erst 16 Jahre alt, Grenzerfahrungen ertragen und verarbeiten. „Sie erleben hier auch Leid“, betont sie und verweist auf Krebspatienten und Sterbende: „Welcher junge Mensch hat damit schon Kontakt?“. Der Umgang mit dem Tod bringe viele Auszubildende an die Grenzen und bedeute oft, dass diese ihre Berufswahl hinterfragen. „Es braucht eine unglaubliche Größe, das auszuhalten.“ Für ihre Schüler da zu sein und sie aufzufangen, wenn sie an diese Grenzen stoßen, sieht Christl Weimann deshalb als ihre unbedingte Pflicht.

(Von Andrea Pauly)

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Freitagausgabe der Frankenberger Zeitung.

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