Gemünden

Von Schwanensee bis Zombietanz

- Mehr als 50 Mitglieder der Feuerwehr boten ein buntes Programm, das für viel Stimmung im bunt geschmückten Saal des Hessischen Hofes sorgte.

Gemünden. Etwa 250 „Narren“ starteten am Samstagabend in die fünfte Jahreszeit in der Karnevalshochburg im Wohratal. Vorsitzender Thomas Böhme begrüßte die zahlreichen Gäste und freute sich, dass neben dem Gemündener Bürgermeister Frank Gleim auch dessen Amtskollege Peter Hartmann aus Wohratal mit einigen „närrischen“ Wikingern den Feuerwehr-Karneval besuchte. Durch das abwechslungsreiche Programm führte der stellvertretende Vorsitzende Harald Stehl. Er kündigte gleich zu Beginn elf „grazile Tänzer“ der Jugendfeuerwehr an. Die Jungen tanzten im pinkfarbenen Tüllröckchen zu „Schwanensee“ und trieben den Besuchern die Lachtränen in die Augen. Mode und Schlafwandler Die Mädchen der Jugendfeuerwehr bewiesen anschließend, dass sie sich in Sachen Mode gut auskennen. Jenny Sträter moderierte eine Modenschau, für die sich die Models fantasievolle Kostüme ausgedacht hatten. Neben einem Schlafanzug als der perfekten Dienstkleidung eines Beamten, einer Putzfrau als Traum aller Männer tanzten auch ein rotes und grünes Ampelmännchen, eine Nonne, ein Keksmännchen, ein Champignon und das schwarz-rot-goldene Sommermärchen zu passender Musik über den Laufsteg. Willi Golde und Ludwig Tatay hatten die Lacher auf ihrer Seite, als sie nach einer durchzechten Nacht noch einen „Scheidebecher“ trinken wollten und dabei von Willis schlafwandelnder Ehefrau (Sebastian Gleim) überrascht wurden. Kreative Instrumente Als Zombies verkleidet traten die jungen Männer von „Spaß im Quadrat“ zum ersten Mal beim Feuerwehrkarneval auf. Die Freizeitkicker der Feuerwehr sorgten mit ihrem Tanz zu „Thriller“ von Michael Jackson für Begeisterungsstürme. Sieben Frauen des Musikzuges kamen als Putzfrauen auf die Bühne und stellten sich als neue Gesangs- und Rhythmusabteilung vor. Da der Verein kein Geld für neue Instrumente ausgeben konnte, behalfen sie sich mit einem alten Rohr als Bass, einer Gießkanne als Posaune, einer Kaffeekanne als Saxofon, einer Schüssel als Pauke und zwei Topfdeckeln als Becken. Zu fetzigen Sambarhythmen kümmerten sich bei „We will rock you“ mit ihren Instrumenten um den richtigen Rhythmus. Als französischer Maler Pierre stellte Sebastian Gleim einige seiner Kunstwerke nach. Seine Assistentin Jacqueline (Simon Strzelczyk) besorgte ihm die passenden Figuren aus dem Publikum und so amüsierten sich alle köstlich über „Den geregelten Stuhlgang“, „Die kürzeste Frist“, „Eine lange Dürre kommt über euch“ und „Ein Mann lässt seinen Drachen steigen“.

Mehr lesen Sie in der Ausgabe der Frankenberger Zeitung am Montag, 1. Februar, 2010.

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