Schwarzstorch auf Wohnungssuche: Im Bereich des Forstamtes Frankenberg bis zu fünf Brutpaare

Er ist selten, aber im Frankenberger Raum ein verlässlicher Bewohner: der Schwarzstorch. Jedes Jahr brüten im Bereich des Hessischen Forstamtes Frankenberg bis zu fünf Brutpaare des Schwarzstorchs. Foto:  Marco Vöbel/nh

Frankenberg. Ein Penthouse mit Spitzenaussicht, in ruhiger Lage und mit netter Nachbarschaft: Seit Ende März war der Schwarzstorch in Hessens Wäldern auf Wohnungssuche. Jedes Jahr brüten im Bereich des Hessischen Forstamtes Frankenberg bis zu fünf Brutpaare des Schwarzstorchs. Seit langem bekannt sind Viktor und Wicki, die jedes Jahr hier sind.

Sie bevorzugen naturnahe Laub- und Laubmischwälder, wie sie für das mit Laubholz dominierte Forstamt Frankenberg typisch sind.

Die Schwarzstörche kommen in ganz Europa vor. Doch scheint sich die nach der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützte Art im Bereich des Forstamtes Frankenberg besonders wohl zu fühlen. Neun Horste sind im Forstamt bekannt, die jeweils wechselnd besetzt sind. Diese liegen vorrangig in älteren Buchenbeständen und sind teilweise bereits mehrere Jahrzehnte alt. Zusätzlich wurden in der Vergangenheit in den Revieren Osterfeld und Dodenau Kunsthorste angelegt, um Viktors und Wickis Artgenossen die Wohnungssuche einfacher zu gestalten.

Die Brutzeit des Schwarzstorchs beginnt, je nach Witterung, zwischen Anfang April und Mai. Während der Zeit des Wohnungsbezugs sind die Tiere besonders empfindlich gegen Störungen, weshalb die Holzernte ab dem 1. März in einem Radius von 300 Metern um die Horstbäume vollständig ruht.

Die Lebensraumansprüche des Schwarzstorchs sind vielfältig und bestehen aus einem engen Mosaik verschiedener Biotope. Zur Futtersuche benötigt er wasserreiche Gebiete, wie Teiche, Sumpfstellen, Waldwiesen und Bäche. Aus diesem Grund werden diese Gebiete im Forstamt Frankenberg besonders gefördert, zum Beispiel durch die Renaturierung, Neuanlage und standortgerechte Baumarten.

Dann können die Schwarzstörche sehr gut ihre Leibspeise, die Bachforelle, erbeuten, heißt es von Seiten des Forstamtes.

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Quelle: HNA

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