Drei Verletzte

Schwelbrand in Asylbewerberheim löst Großeinsatz aus

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Im ehemaligen Landgasthof Königshof (Gasthaus Zum Gockel) in Hemfurth-Edersee gab es am Samstagnachmittag einen Schwelbrand mit drei Leichtverletzten. Das Gebäude wird aktuell als Asylbewerberunterkunft genutzt.

Hemfurth-Edersee. Ein Brand in einem als Asylbewerberunterkunft genutzten früheren Gasthaus an der Bringhäuser Straße in Hemfurth-Edersee hat am Samstagnachmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Drei Bewohner zogen sich leichte Rauchvergiftungen zu.

Die im Haus installierte Brandmeldeanlage schlug gegen 16.40 Uhr an, nachdem es im derzeit noch unbewohnten zweiten Geschoss des Hauses zu einem Schwelbrand gekommen war. Daraufhin verließen die anwesenden Bewohner das Gebäude, ein Nachbar setzte den Notruf ab. Nahezu alle Edertaler Feuerwehren, der Wildunger Notarzt, die Besatzung eines Rettungswagens, die First Responder der Johanniter sowie die I- und K-Gruppe (Information und Kommunikation) des Landkreises wurden daraufhin alarmiert und rückten zur Einsatzstelle aus - ebenso die Wildunger Polizei. Auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer kam nach Hemfurth-Edersee.

Als die ersten Kräfte eintrafen, trat nach Auskunft von Einsatzleiter Dirk Rübsam Rauch aus Fenstern im ersten Stock. Man habe den Brandherd lokalisiert und abgelöscht. Angaben darüber, was genau gebrannt hatte, machten vor Ort weder Feuerwehr noch Polizei. Weil ein Gebäudeschaden entstanden war, übernahme routinemäßig die Kriminalpolizei die Ermittlungen. Nach der Rückmeldung brachen die Einsatzkräfte der I- und K-Gruppe ihre Einsatzfahrt mit dem ELW 2 - einer rollenden Leitstelle für größere Schadenslagen - ab und kehrten nach Korbach zurück.

Notarzt und Rettungskräfte behandelten vor Ort drei Personen, die offenbar eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten hatten. Zur Behandlung der Personen rückte ein zweiter Rettungswagen an. Währenddessen belüftete die Feuerwehr bereits das Gebäude mit einem Hochdrucklüfter, um die Räume wieder vollständig rauchfrei zu bekommen. Das Haus blieb bewohnbar.

Kreis forderte Sicherheitsvorkehrungen Bevor für dieses Gebäude eine Baugenehmigung für die veränderte Nutzung als Flüchtlingsunterkunft erteilt worden sei, habe der Landkreis unter anderem den Einbau eine Hausalarmierungsanlage und einer Fluchttreppe gefordert, erklärte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer an der Einsatzstelle gegenüber 112-magazin.de. "Das macht Sinn und ist das richtige Maß", sagte der Vertreter des Landkreises mit Blick auf den aktuellen Fall. Ohne derartige Vorkehrungen könne man keine Menschen in solchen Gebäude unterbringen. Das ehemalige Gasthaus wird erst seit einigen Wochen als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt. Wie viele Menschen genau in dem Haus gemeldet sind, stand vor Ort zunächst nicht fest.

Durch den Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften kam es in der stark befahrenen Bringhäuser Straße zeitweise zu Behinderungen. Die Polizei, aber auch Feuerwehrleute regelten den Verkehr.

112-Magazin

Quelle: HNA

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