Grüsen

Schwerer Unfall nahe Grüsen

- Gemünden - Grüsen (gl). Auf der Landesstraße 3073, nahe dem Abzweig in Richtung Grüsen, ereignete sich am Montag um kurz nach 16 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall mit anschließendem Einsatz des Rettungshelikopters.

Ein Fahrer eines roten Audi TT hatte in Höhe Grüsen an einer schwer einsehbaren Stelle aus Richtung Frankenberg kommend zu einem Überholmanöver angesetzt. Dem 22-jährigen Gemündener kam ein VW Golf entgegen. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, wich der Audi-Fahrer nach links auf die Bankette aus und stieß dort auf einen abgesägten Baumstumpf. Sein Wagen drehte sich, der Motorblock riss sich aus dem Motorraum, die Vorderachse brach, sodass sich die Reifen vom Fahrzeug lösten. Der junge Mann wurde in seinem Auto eingeklemmt, die Fahrerin des Golf und der Fahrer des überholten Citroën wurden nicht in den Unfall verwickelt. Ein Fahrradfahrer, der kurz zuvor noch von dem Audi-Piloten überholt worden war, leistete Erste Hilfe, der Fahrer eines nachfolgenden Fahrzeuges alarmierte die Rettungskräfte. Acht Helfer der Gemündener Feuerwehr befreiten den Unfallfahrer aus seinem Audi, dazu mussten sie das Dach abtrennen. „Wir haben eine sogenannte patientenorientierte Rettung durchgeführt“, sagte der Gemündener Stadtbrandinspektor Wilfried Golde, also eine sanfte Rettung, die auf den ansprechbaren Fahrer eingeht. Anschließend wurde der Mann wegen des Verdachts auf innere und Wirbelsäulenverletzungen mit dem Helikopter „Christoph 7“ in das Universitätsklinikum Marburg geflogen. Am Wagen entstand Totalschaden. Die Straße blieb während der Bergungsarbeiten etwa zwei Stunden beidseitig gesperrt.

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