Frankenberg

Schwerpunkt Musik bleibt erhalten

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- Frankenberg (mba). Die Edertalschule erhält erneut ein Zertifikat für ausgezeichnete Arbeit: Das Frankenberger Gymnasium ist eine von 92 hessischen Schulen, die das Prädikat „mit Schwerpunkt Musik“ tragen. Die musikalische Ausbildung der Schüler beginnt in den Orchesterklassen 5 und 6.

Mit Beginn des Schuljahrs wurden landesweit 92 Schulen in die Liste der Schulen mit musikalischer Schwerpunktsetzung aufgenommen, darunter das Frankenberger Gymnasium. Matthias Müller, Sprecher der Fachschaft Musik, und Ingrid Hübl nahmen das Zertifikat bei einer Fachtagung im Clara-Schumann-Saal von Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt entgegen. Der Titel „Gymnasium mit Schwerpunkt Musik“ ist ein schöner Schmuck im Namen. Ihn trägt die Edertalschule bereits seit Anfang 2003. Viel wichtiger für die musikalischen Edertalschüler sind aber die praktischen Konsequenzen aus der neuen Vergabe des Zertifikats: Das Kultusministerium fördert die Schule und finanziert zehn zusätzliche Unterrichtsstunden. Künftig müssen sich die Schulen alle zwei Jahre neu um das Zertifikat bewerben. Das Gymnasium habe die Auszeichnung für die Vielfalt der musikalischen Arbeit erhalten, die dort im instrumentalen und vokalen Bereich geleistet werde, sagte Müller: Es gibt an der Schule drei Chöre, ein großes Orchester, eine Big Band, seit einigen Jahren ein Jugendorchester sowie zwei Orchesterklassen. Ergänzt wird das musikalische Angebot durch eine Rock-AG, eine Tanz-AG und eine Flöten-AG. Insgesamt gibt es laut Müller mehr als 250 Schüler, die ein Instrument spielen: „Die meisten Soloinstrumente werden im schulischen Rahmen erlernt.“ Bei den Orchesterklassen sei es sogar eine Bedingung für die Förderung, dass die Schüler dort ein Instrument neu erlernen. Die Orchesterklassen 5 und 6 dienen der Nachwuchsförderung, erläutert Müller. Jede Orchesterklasse habe die Besetzung eines kleinen Sinfonieorchesters. Die Vergabe der Instrumente erfolge zwar unter dem Gesichtspunkt des Bedarfs im Orchester – aber in der Regel einvernehmlich, sagt der Musiklehrer.Im Jugendorchester werde in den Jahrgangsstufen 7 und 8 die Arbeit mit den Orchesterklassen fortgesetzt.Das Jugendorchester sei aber auch offen für Schüler, die nicht aus den Orchesterklassen kommen. Das Nachwuchsorchester der Edertalschule war in diesem Jahr laut Müller recht erfolgreich und spielte beim Landesauswahlkonzert in Wiesbaden. Auch die anderen Ensembles haben dort schon ihr Können gezeigt. Das große Orchester stand im Vorjahr beim Bundeskonzert in Hamburg auf der Bühne. „Das Orchester ist ein Kulturträger in der Region, weit über den schulischen Rahmen hinaus“, sagt Matthias Müller. Das musikalische Programm reiche von klassischen symphonischen Werken über Filmmusik bis zu Musicals und populärer Musik. Immer wieder würden auch besonderes Projekte, etwa Operetten, einstudiert. Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Chorkonzert im Februar und das Orchesterkonzert im April. Dafür gibt es traditionell eine Probenfreizeit im Januar. Im Februar ist die Edertalschule auch wieder Gastgeber der Regionalbegegnung „Schulen musizieren“.

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