Schwesternwohnheim am Kreiskrankenhaus wird abgerissen

Frankenberg. Jetzt ist es offiziell: Das Schwesternwohnheim des Kreiskrankenhauses in Frankenberg wird abgerissen. Diese Entscheidung hat der Aufsichtsrat am Mittwoch getroffen.

Der Abriss soll bis 2016 abgeschlossen sein. Eine Sanierung hätte drei Mio. Euro gekostet. Dort könnte der Neubaus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina mit neuen Personalwohnungen entstehen.

Auch zur finanziellen Lage des Kreiskrankenhaus informierte der Aufsichtsrat: Das Minus zum Ende des Jahres werde nur 2,7 Mio. statt 2,8 Mio. Euro betragen.

Die wirtschaftliche Situation des Kreiskrankenhauses Frankenberg habe sich zum dritten Quartal (Hochrechnung zum 31. Dezember) leicht verbessert. Damit zeigten die Sanierungsmaßnahmen des Wirtschaftsplans 2014 erste Ergebnisse, heißt es in einer Pressemitteilung. Tendenz steigend.

„Die Zahlen lassen eine leichte Tendenz zur Verbesserung unserer finanziellen Situation erkennen“, berichtete Geschäftsführer Ralf Schulz. „Diese erklären sich durch eine Reduzierung der Kosten auf der Aufwandsseite.“ So werde das Defizit laut Hochrechnung zum Ende des Jahres rund 2,7 Mio. Euro statt 2,8 Mio. betragen. Erlösen von rund 32,1 Mio. Euro stehen Aufwendungen in Höhe von rund 34,8 Mio. gegenüber.

Diese Hochrechnungen zeigten, so Schulz, dass die Maßnahmen der vergangenen Monate des Wirtschaftsplans 2014 greifen würden. Dieser sieht vor, das Jahresergebnis durch straffere Personalplanung, mehr Transparenz beim Personalkosten-Controlling, eine effektivere Organisation der einzelnen Abteilungen und durch Bündelung der Dienstleistungen der Kreisklinik gemeinsam mit der Vitos Haina gGmbH zu verbessern.

Nachdem Mitte November die Tarifgespräche der Klinik mit den Gewerkschaften kein Ergebnis erzielen konnten (wir berichteten), soll der bereits eingeschlagene Sanierungs- und Konsolidierungsweg für die Klinik fortgeführt werden. (jpa)

Quelle: HNA

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