Entlassungsfeier für vier Schüler in der Frankenberger Kegelbergschule

Sehr persönlicher Abschied

Abschied von der Kegelbergschule: (von links) Lehrerin Anika Hill hat die Schüler Christian Kosir, Verena Heinze, Ceylan Yüksel und Janina Vesper, aber auch Lehrer Jan Hartmann verabschiedet, der nach Hamburg geht. Foto: Janz

Frankenberg. Christian soll immer Käsekuchen haben. Und Ceylan viele tolle U-Bahnfahrten in Köln erleben. Das sind zwei der vielen Wünschen, die die Abgänger der Kegelbergschule begleiten. Die Frankenberger Schule für behinderte Kinder hat die vier Schüler gestern verabschiedet.

Es war eine sehr emotionale Feier. Alle Schüler, alle Lehrer und auch einige Eltern kamen zusammen, um Verena Heinze, Christian Kosir, Janina Vesper und Ceylan Yüksel Lebwohl zu sagen. Es flossen viele Tränen, es wurde aber auch viel gelacht. Die Schulband hat Musik gemacht und symbolträchtige Lieder wie „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ von Nena gespielt.

„Wir haben miteinander gearbeitet und gelernt, wir haben aber auch miteinander gelebt“, sagte Schulleiter Harald Vogler. Zwischen Lehrern und Schülern der Kegelbergschule bestehe eine sehr enge Beziehung. Nur so könnten den Schülern neue Wege für ihr Leben eröffnet werden.

Wie eng die Verbindung ist, wurde bei den sehr persönlichen Abschiedsworten der Klassenlehrer Anika Hill und Jan Hartmann deutlich. Drei Schüler aus den Werkstufenklassen wechseln an die Frankenberger Werkstätten der Lebenshilfe. Wie es dort aussieht, wissen sie von Betriebspraktika. Und weil ihr Arbeitsplatz in der Nachbarschaft liegt, werden sie ihre Schule bestimmt häufiger besuchen. Schülerin Ceylan Yüksel hat einen weiteren Weg: Sie zieht nach Köln um.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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