Bromskirchen

Seit 40 Jahren hinter der Theke

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- Bromskirchen-Somplar (apa). „Das ist einfach ein Gasthaus, wo du noch hingehen kannst“, sagt Franz Ludwig voller Überzeugung. Der Rengershäuser ist Stammgast im Jägerhof in Somplar. „Hier wirst du viel los und du wirst auch viel“, lacht er.

Seit 40 Jahren hat Margret Vaupel hinter dem Tresen das Sagen, zapft Bier, schenkt ein, scherzt und lacht mit ihren Gästen und lässt ab und an die Musik der „Kastelruther Spatzen“ durch ihren Gasthof klingen – dass sie für diese Volksmusikgruppe schwärmt, ist im Dorf hinreichend bekannt.

Auch mit 74 Jahren öffnet sie ihre Wirtschaft noch jeden Tag, außer mittwochs: Da hat sie Ruhetag. Von 10 bis 13 Uhr und ab 17 Uhr ist die Gastwirtschaft geöffnet. Wenn sie etwas vor hat, lässt sie die Gaststätte auch schon mal einen Tag zu. „Jetzt mach’ ich das nur noch als Hobby“, sagt sie. „Ich habe das einfach immer gerne gemacht und es macht mir immer noch Spaß.“

So wie überall hat auch in Somplar die Zahl von Kneipenbesuchern nachgelassen. „Vor 20 Jahren gab es um diese Zeit“ – es ist später Nachmittag – „keinen freien Platz an der Theke“, erinnert sich Margret Vaupel. „Früher kamen die Leute aus der ganzen Umgebung, auch von Hesborn, Röddenau und Haine.“ Doch die Zeiten haben sich geändert: Die Führerscheinkontrollen sind strenger geworden und auch das Geld sitzt nicht mehr so locker. Auch Übernachtungsgäste bleiben mittlerweile aus. Früher gab es nachmittags auch Kaffee, Kuchen und Waffeln im Jägerhof. Aber dieser Aufwand lohnt sich heute nicht mehr.

Doch Margret Vaupel jammert nicht, im Gegenteil: Sie macht mit Freude weiter. Außerdem hat sie ihre Stammgäste: Die einen kommen zum Sparen, die anderen sind an drei, vier Abenden der Woche da und trinken ein Feierabendbierchen. Andere kommen gerne noch spätabends nach der Schicht ins Gasthaus.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag,14. Juli

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