Konrad Waßmuth erhält Ehrennadel in Gold - Rodaer Wehrführer wünscht sich mehr aktive Brandschützer

Seit 70 Jahren Mitglied der Feuerwehr

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Feste Institutionen (von links): Detlef Müller, Vorsitzender der Rodaer Feuerwehr, zeichnete Konrad Waßmuth für 70-jährige und Lothar Naumann für 40-jährige Mitgliedschaft aus. Dazu gratulierte auch der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Manfred Hankel.Fotos: Sarah Werner

Rosenthal-Roda - Treue Mitglieder hat die Feuerwehr Roda. Gleich drei Ehrungen gingen an Männer, die seit 70 beziehungsweise 75 Jahren im Verein sind.

Im Vordergrund der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Roda standen Ehrungen verdienter Mitglieder. Christian Müller wurde für 75 Jahre ausgezeichnet, Hans-Christoph Kahler und Konrad Waßmuth sind seit 70 Jahren in der Feuerwehr.

Waßmuth, als einziger der drei langjährigen Mitglieder anwesend, erhielt vom Verbandsvorsitzenden Manfred Hankel die Ehrennadel des kurhessisch-waldeckschen Feuerwehrverbandes in Gold. „Ich bin 1943 bereits mit 15 zur Feuerwehr gegangen. Das war mitten im Krieg - Nazizeit. Alle anderen waren eingezogen. Wenn es brannte, läuteten die Kirchenglocken und dann musste jeder Mann oder auch Junge, der vor Ort war, mit zum Feuerwehreinsatz“, erzählte Konrad Waßmuth (weitere Ehrungen siehe Kasten).

Wehrführer Bastian Werner berichtete vom Jahr der Brandschützer. Zu insgesamt fünf Einsätzen rückten die Feuerwehrmänner und -frauen aus. Zweimal löste die Brandmeldeanlage im Seniorenzentrum Rosenthal aus. Außerdem gab es einen Mülltonnenbrand in Rosenthal, bei dem durch den Einsatz einer Nachbarin ein Eingreifen der Feuerwehr nicht mehr erforderlich war. „Einsatzmäßig war es eher ein ruhiges Jahr, aber der Dachstuhlbrand in Rosenthal war ein dickes Ding für uns“, erinnerte sich Werner. Hierzu wurde im Anschluss an die Versammlung ein Video von Bernd Turian gezeigt. So hatten die Mitglieder die Möglichkeit, den Ablauf eines solch großen Einsatzes zu sehen. Derzeit hat die Rodaer Wehr 28 Mitglieder, wovon laut Bastian Werner allerdings nur 19 aktiv und einsatzfähig seien: „Hier muss sich was tun.“

50 Jahre Jugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehrwartin Sarah Werner berichtete von 22 Jugendlichen, die über die Wintermonate Unterricht, Sport und Spiele gemacht haben. Im Sommer nahmen die Jungen und Mädchen an diversen Wettbewerben teil. Der Höhepunkt sei der Sieg des Kreismeistertitels gewesen - der siebte in Folge. Bei den Hessenmeisterschaften in Freigericht erreichten die Nachwuchs-Brandschützer den achten Platz. „Mir steckt jetzt noch ein Kloß im Hals, wenn ich daran denke. Ein Wertungsrichter hatte einen Befehl nicht gehört, ansonsten wären wir ganz vorne mit dabei gewesen“, sagte Sarah Werner. Vom 2. bis zum 5. Oktober wird das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr gefeiert.

Sarah Werner betreute 2013 zudem gemeinsam mit Silvia Brötzmann die Bambini-Feuerwehr, zu der 26 Kinder gehören. Von Hockeyspielen bis zu einem Besuch im „Grünen Meer“ in Schotten sei es ein abwechslungsreiches Jahr gewesen. „Das Amt der Bambini-Betreuerin ist wahrscheinlich das dankbarste in der Feuerwehr“, sagte Sarah Werner über die Arbeit mit den Kindern.

Bürgermeister Hans Waßmuth lobte die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Stadt. „Ich bekomme sogar eine SMS, wenn die Jugendfeuerwehr Kreismeister wird. Das finde ich klasse.“

Detlef Müller ging auf den 2013 gegründeten Lauftreff der Feuerwehr Roda ein. Wöchentlich joggen Mitglieder des Feuerwehrvereins gemeinsam. Die Sportler nehmen auch an offiziellen Läufen teil. Im vergangenen Jahr organisierten die Rodaer im Rahmen des Dämmerschoppens zum ersten Mal einen eigenen Feuerwehrlauf.

Der Feuerwehrverein plant, neue Vereinskleidung anzuschaffen. Anprobe ist am Donnerstag, 6. Februar, um 19 Uhr im Gerätehaus. (swr)

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