Böttners zeigen Schnetter Truhen

Seltene Truhen mit kleinen Schwestern

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Aus dem Jahr 1892 stammt diese Schnetter Truhe, die Barbara und Stephan Böttner kürzlich in Frankfurt für ihre Sammlung erwerben konnten. Foto: Frank Seumer

Frankenberg-Schreufa - Im Unternehmenspark Nord hat die Familie Böttner eine große Sammlung alter Truhen. Die zeigen die Besitzer in der Adventszeit wieder. Mit Blumentruhen erhalten sie so ein Stück hessischer Kultur.

Stephan Böttner und Barbara Betz-Böttner aus Viermünden haben die vielfach in Vergessenheit geratenen Möbelstücke wieder entdeckt. In mehreren Jahren haben sie die größte Sammlung historischer Blumentruhen, die vorwiegend im 19. Jahrhundert im thüringischen Dorf Schnett hergestellt wurden, zusammengetragen. Damit wollen sie ein Stück ehemals in Hessen sehr populärer Volkskunst erhalten.

Zur Ausstellung gehören mittlerweile mehr als 40 solcher „Schnetter Truhen“ - teilweise im Originalzustand, teilweise kunstvoll restauriert. Das Ehepaar Böttner hatte bei Besuchen auch Kontakt zu den letzten Nachfahren der Kunsthandwerker in Thüringen geknüpft. „Sie fanden unsere Arbeit gut und unterstützen uns“, stellten beide fest. „Wir sind in Deutschland die Letzten, die die Truhenmalerei weiter führen. Uns fasziniert die expressive, eigentlich hochmoderne Form- und Farbgebung.“

Das Atelier Böttner in der Otto-Stoelcker-Straße 19 wird an den Adventsamstagen ab 29. November jeweils von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr geöffnet sein. Gezeigt wird eine große Sammlung an Schnetter Blumentruhen. Dazu gibt es historische Erläuterungen, aber auch Tee und Gebäck. Der Eintritt ist kostenlos.

von Frank Seumer

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