Seniorenheim Burgwald: Freude über baldigen Baustart

So soll das Seniorenpflegeheim Burgwald aussehen: Geplant ist eine eingeschossige Bauweise. Alle 60 Einzelzimmer haben eine eigene Terrasse und ein eigenes Bad. Ob der Anstrich allerdings gelb wird, das steht noch nicht fest. Grafik: Firma Vinber

Burgwald. Der Kaufvertrag ist unterzeichnet, die letzte Hürde für den Bau des Seniorenpflegeheims in Burgwald genommen.

Sobald das Wetter besser ist, wird mit dem Bau des Seniorenpflegeheims in Burgwald begonnen. Das erläuterten Vertreter der Kasseler Firma Vinber, die die Immobilie baut und an die Betreiberinnen - Heike Bartl-Fackiner und Tanja Guth vom Tagespflegezentrum Gut Eichhof bei Rosenthal - vermietet.

„Es wird ein tolles Projekt für die Gemeinde Burgwald“, sagte Bürgermeister Lothar Koch nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages für das 9000 Quadratmeter große Areal im Gebiet Hühnerhütte. Allerseits herrschte Freude, dass nach langer Planungsphase nun gebaut werden kann.

Während des Gemeinde-Seniorennachmittags hatte Koch bereits von den Plänen berichtet, jetzt stellten Investor und Betreiberinnen Details vor. Die Firma Vinber, die Wohnprojekte von der Konzeption über den Bau bis zur Vermietung realisiert, will für 4,6 Millionen Euro in eingeschossiger Bauweise ein Altenpflegeheim mit 60 Einzelzimmern mit jeweils eigenem Bad und eigener Terrasse errichten.

Die Baugenehmigung liegt bereit vor. Die Fertigstellung ist für Juli 2017 geplant. Ein genauer Eröffnungstermin soll Ende dieses Jahres bekanntgegeben werden.

Vinber habe weitreichende Erfahrung in der Errichtung von Senioren-Immobilien in Kassel, sagt Mitarbeiter Daniel Puhan. Das Unternehmen verspricht „eine erstklassige Immobilie mit hoher Funktionalität, um Pflegedürftigen eine familiäre Atmosphäre bieten zu können.“

Das Konzept haben die Betreiberinnen von Gut Eichhof erstellt. Es sieht vier Wohngruppen mit jeweils 15 Personen vor. In jeder Gruppe gibt es eine eigene Küche, in der das Essen zubereitet wird, und einen Aufenthaltsbereich. Dieses Modell der Hausgemeinschaft, das es noch nicht oft in der Region gebe, ermögliche viel Raum für Intimität und Individualität der Bewohner, sagen die Betreiberinnen.

Die Finanzierung übernimmt die Bank für Sozialwirtschaft. Sie habe Betreiberinnen und Investor zusammengebracht und das Projekt genau geprüft, sagte Ronald Vach, Leiter der Repräsentanz in Kassel. „Unsere Bank ist spezialisiert auf Projekte im Kranken- und Pflegebereich. wir wissen genau, worauf es ankommt“, sagte er. Neben Kompetenz von Betreiber und Investor sei es wichtig, dass diese sich menschlich verstehen. All diese Faktoren seien beim Bau des Burgwalder Heimes gegeben, betonte Vach, der seit 2012 mit dem Projekt befasst sei.

Dass lange und gründlich geprüft worden sei, bezeichnete auch Bürgermeister Koch trotz der Wartezeit auf den Startschuss (HNA berichtete) als Vorteil. Denn so seien alle etwaigen Probleme und Hürden im Vorhinein beseitigt worden. Aber er gab auch zu, dass mit der Besiegelung des Kaufvertrags eine Anspannung von ihm abfalle, denn das Vorhaben begleite ihn seit mehr als sechs Jahren.

Wie kamen die Betreiberinnen auf die Idee, das Großprojekt zu übernehmen? Wieviel Arbeitsplätze entstehen? Gibt es genug Pflegekräfte? Antworten auf diese und weitere Fragen in der gedruckten Freitagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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