Im Seniorenzentrum entsteht eine WG für Demenzkranke

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Freut sich schon auf ihr künftiges Heim: Die 89-jährige Inge Querner. Begleitet haben sie beim Rundgang Ergotherapeutin Sandra Weber und Heimleiterin Daniela Ernst (rechts).

Battenberg. Noch gucken überall Elektrokabel aus der Decke. Die Wände sind verspachtelt, aber noch nicht tapeziert. Fußböden fehlen noch. Doch der „Ersatzneubau“ für das Haus am Wingertsberg, der 5-Millionen- Euro-teure Anbau an das Battenberger DRK-Seniorenzentrum, geht seiner Vollendung entgegen.

DRK-Geschäftsführer Christian Peter rechnet mit einer Fertigstellung Ende Juni.

Große Augen gemacht hat am Mittwoch die 89-jährige Inge Querner. „Ich bin platt wie ‘ne Briefmarke“, staunte die Heimbeiratsvorsitzende des Hauses am Wingertsberg, als sie bei einem Rundgang durch den ersten Stock des Anbaus zum ersten Mal sah, wo sie am Juli wohnen und leben wird. Heimleiterin Daniela Ernst und Ergotherapeutin Sandra Weber hakten die Seniorin liebevoll unter und führten sie durch die künftige Etage für Demenz-Bewohner.

Die Wohngemeinschaft besteht aus 14 Einzelzimmern, alle mit eigenem Badezimmer. Alles ist hell und übersichtlich angeordnet. Quasi mittendrin und für alle gut zugänglich, liegt eine 96 Quadratmeter große Wohnküche. „Das Leben findet rund um den Herd statt“, sagt Heimleiterin Daniela Ernst. Ständig betreut von einer „Alltagsmanagerin“, werden die älteren Menschen täglich den Tisch decken, Kaffee kochen, zusammen frühstücken, den Abwasch erledigen und Teile ihrer Mahlzeiten selbst zubereiten.

Von Thomas Hoffmeister

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Quelle: HNA

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