Sexuelle Handlung vor Kind - Geldstrafe für 51-Jährigen

Frankenberger Land. Weil er sexuelle Handlungen vor den Augen eines Kindes vorgenommen hat, hat das Frankenberger Amtsgericht am Montag einen 51-Jährigen zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Mann aus dem Frankenberger Land hatte an einem Samstagnachmittag im September 2013 beim Fernsehschauen in seinem Wohnzimmer masturbiert, als seine zehnjährige Nichte ins Zimmer kam.

Zunächst sagte der Mann vor Gericht aus, er sei von dem plötzlichen Eintreten des Mädchens völlig überrascht gewesen. Er habe sich nach vorne geneigt und sofort mit der sexuellen Handlung aufgehört.

Er sei erschrocken gewesen, habe sich geschämt und dem Mädchen nachgerufen, es solle nichts sagen.

Das Mädchen habe sich am Vormittag einen Tablet-Computer bei dem Onkel ausgeliehen und sei damit in die Wohnung der Großeltern im gleichen Haus gegangen. Am Nachmittag wollte es den Computer zurückbringen. Er habe es nicht kommen hören, sagte er zunächst.

Über den Vorfall habe er am Folgetag mit den Eltern des Kindes, den Großeltern und seiner eigenen Familie gesprochen worden. Es sei einige Tage später mit allen gemeinsam ein Geburtstag gefeiert worden, bei dem auch das Mädchen dabei war und in gewohnter lockerer Weise mit dem Onkel umgegangen sei, sagt der Angeklagte. Umso überraschter sei er über die Anklage wenige Tage später gewesen.

In der Verhandlung hielten ihm Richterin Andrea Hülshorst und die Anwältin der Eltern, die als Nebenkläger auftraten, die Aussagen des Mädchen entgegen. Danach sei er am Vormittag nackt gewesen, als er ihr den Tablet-Computer gab und habe am Nachmittag nicht sofort aufgehört, zu masturbieren, als sie in das Wohnzimmer kam.

Angeklagter gestand

Nach einer Sitzungsunterbrechung räumte der Angeklagte ein, dass es so gewesen sei, wie es das Mädchen geschildert habe. (mab)

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Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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