Sicherheitsberater für Senioren: Polizei schult Ehrenamtliche zum Schutz vor Kriminalität

Waldeck-Frankenberg. Da ältere Menschen immer öfter Opfer von Trickdiebstahl, Enkeltricks oder falschen Gewinnversprechen werden, hat die Polizei in Waldeck-Frankenberg erstmals Bürger zum ehrenamtlichen „Sicherheitsberater für Senioren“ ausgebildet.

Die 16 Freiwilligen kommen aus elf Städten und Gemeinden des Landkreises. Ziel ist es, auch in den übrigen elf Kommunen des Kreises solche Ansprechpartner für Senioren zu gewinnen.

„Die Bevölkerung wird immer älter, und Täter haben ihre Maschen zielgerichtet auf Senioren abgestimmt“, berichtet Polizeihauptkommissar Volker König. Die Statistik zeige zwar, dass Senioren grundsätzlich seltener von Kriminalität betroffen seien als jüngere Erwachsene, dennoch gebe es Kriminalitätsfelder, in denen Ältere stärker ins Visier der Täter geraten, sagt König und nennt als Beispiele Trickdiebstahl, das Anbieten von Leistungen an der Haustür, falsche Mahnschreiben und Gewinnversprechen sowie den Enkeltrick, bei dem sich Fremde am Telefon als Enkel ausgeben und um Geld bitten. Ziel des Programms „Sicherheitsberater für Senioren“ sei es, noch mehr Senioren zu erreichen und vor solchen Machenschaften zu warnen. „Die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl der Senioren sollen dadurch gesteigert werden“, sagt König als Polizeisprecher.

Bei der viertägigen Schulung berichteten Referenten über Präventionsthemen wie Sicherheit im Alltag, Gefahren neuer Medien und Opferschutz. Rechtsanwalt Thomas Hertwig von der Verbraucherzentrale Kassel informierte über deren Aufgaben, Angebote, Verbraucherfragen und Hilfemöglichkeiten. Gregor Mühlhans aus Frankenberg stellte den Opferschutzverein „Weißer Ring“ vor.

„Mit ihrer Bereitschaft ehrenamtlich zu wirken, bilden Sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Bürger und Polizei“, sagte Nordhessens Polizeipräsident Konrad Stelzenbach den neuen Sicherheitsberatern.

Wer die Schulung angeboten hat, was das Ziel der Sicherheitsberater ist und in welchen Ort es sie gibt, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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