Bromskirchen: Tierfreunde beklagen Unterbringung der Tiere

Sieben Pferde sorgen für Aufregung

- Bromskirchen (pk). In Bromskirchen haben Pferde, die seit zwei Wochen auf einem ehemaligen Acker stehen, für Unruhe unter Tierfreunden gesorgt. Sie beklagten einen fehlenden Unterstand und Futtermangel. Der Besitzer wies die Vorwürfe zurück.

„Die Pferde stehen hier Tag und Nacht bei diesem Wetter“, beklagt Manfred Koch. Seit zwei Wochen sind sieben Pferde auf dem früheren Acker in Bromskirchen untergebracht. Tierfreunde haben sich über die Haltung aufgeregt und am Sonntag das Veterinäramt informiert. Die Tiere haben keinen Unterstand und Futter würden sie auch nicht genügend bekommen, lauteten die Anklagen der Bromskirchener. Vor dem Wetter würden sie nur mit einer Decke geschützt werden. „Aber es regnet und die Pferde legen sich gerne hin. Die Decken sind doch mittlerweile klatschnass“, sagt Koch.

Der Pferdebesitzer Andreas Völler, der mit den Tieren Wanderritte anbietet, kann die Anklagen nicht nachvollziehen: „Die Decken sind wasserabweisend und trocken und wir sind jeden Tag hier, um die Pferde zu füttern. Sie sehen weder krank noch abgemagert aus.“ Dass die Pferde ohne Unterstand auf dem Acker in Bromskirchen stehen, sei zudem nur eine Notlösung. Er besitze eine Weide mit Unterstand in Glindfeld. Sollte Völler bis zum Ende der Woche keine andere Lösung gefunden haben, werde er die Pferde dort hinbringen. Wie das Veterinäramt berichtete, wurden am Montag Mitarbeiter nach Bromskirchen geschickt, die den Hinweisen nachgegangen seien und die Pferde sowie deren Unterbringung untersuchten.

Die Mitarbeiter des Veterinäramtes monierten ebenfalls den fehlenden Unterstand und besprachen mit Völler, dass die Pferde bis Ende der Woche auf einer Weide mit Unterstand oder in einem Stall untergebracht werden sollten. „Hier tut jeder so, als wären wir Tierquäler, aber das sind wir nicht“, sagt Völler. Er und seine Frau arbeiteten seit 38 Jahren mit Pferden. „Uns bereitet es auch schlaflose Nächte, dass die Pferde hier stehen. Aber wir hatten vorerst keine andere Möglichkeit.“

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