Geburtenwelle im Kreiskrankenhaus

Die sieben Zwerge vom Neujahrstag - VIDEO

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Sieben bezaubernde Wonneproppen haben dem Personal der Mutter-Kind-Station im Frankenberger Kreiskrankenhaus am Neujahrstag einen arbeitsreichen Tag beschert. Sie halfen nacheinander Malik, Mayla, Lenja, Charlotte, Luis, Lasse und Leo Alexander (von links) auf die Welt.Fotos: Mark Adel

Frankenberg - Der kleine Melik Muca ist das Neujahrsbaby des Landkreises – seinen Geburtstag musste er aber nicht alleine feiern: Sieben süße Babys erblickten am ersten Tag des neuen Jahres das Licht der Welt im Kreiskrankenhaus.

Kräftige Stimmen machen sich hin und wieder bemerkbar: Babys fordern ihr Essen ein, mäkeln ein bisschen: Auf den den Fluren der Mutter-Kind-Station im Kreiskrankenhaus ist es lebhafter als gewohnt, denn am Neujahrstag haben gleich sieben junge Mütter ihren Kindern das Leben geschenkt.

„So viele Geburten an einem Tag – das kommt höchstens zwei Mal im Jahr vor“, sagt Chefarzt Dr. Volker Aßmann. Am Neujahrstag sei das etwas besonderes. Im Durchschnitt kommen im Kreiskrankenhaus ein bis zwei Kinder am Tag zur Welt, vor einigen Jahren seien einmal elf Kinder innerhalb von 24 Stunden geboren worden. „Wir haben nicht recherchiert, aber ich denke, es ist ein Zufall“, sagt Aßmann schmunzelnd über die sieben Neujahrsbabys. „Das kann man nicht kalkulieren.“

Geplant sei keine der Geburten gewesen, auch wenn es Kaiserschnitte gab. Letztlich verlief alles ganz normal, „auch wenn jede Geburt etwas besonderes ist“, sagt der Chefarzt. In jeder achtstündigen Schicht hatte eine Hebamme neben den Schwestern Dienst – und jede Hebamme hat zum neuen Jahr mindestens zwei Kindern auf die Welt geholfen. Auch die beiden Ärztinnen Susanne Kann und Gabriele Schalk waren laut Dr. Aßmann im Einsatz.

„Es war viel Arbeit, aber sie hat sich von Mitternacht bis Mitternacht verteilt und war daher gut zu bewältigen.“ Personelle Engpässe oder Platzprobleme in den drei Kreißsälen habe es also nicht gegeben, dafür aber ein paar Überstunden. „Nach so einem Tag sind alle müde, aber zufrieden nach Hause gegangen.“ Die Hebamme Heidi Heidtmann-Haberkern ergänzt mit einem Lächeln: „Wenn viel los ist, dann leben wir erst richtig auf.“

Im vergangenen Jahr sind laut Dr. Aßmann 430 Kinder im Kreiskrankenhaus zur Welt gekommen – darunter fünf Zwillingspaare, insgesamt waren es also 425 Geburten. „Das sind drei Prozent Geburten mehr als im Vorjahr.“ Seit einigen Jahren schon verzeichne die Station einen Geburtenzuwachs. „Es kann sein, dass es noch mehr werden“, schätzt Aßmann mit Blick auf die Schließung der Geburtshilfe-Station in Biedenkopf. Bis zu 500 Geburten im Jahr seien personell kein Problem.

„Aber es dürfen gerne mehr werden, denn wir begleiten die Mütter und Väter gerne bei der Geburt – das ist der schönste Teil unserer Arbeit.“ Die Ärzte, Schwestern und Hebammen durften am Neujahrstag den ersten Schrei von Malik Muca aus Rennertehausen, Mayla Köppl aus Oberrosphe, Lenja Emde-Stein aus Kirchlotheim, Luis Krause aus Bottendorf, Lasse Brunst aus Frankenberg, Leo Alexander Stäbner aus Liesen und von Charlotte miterleben. (pk)

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