Poetry Slam der Edertalschule

Sieg dank Erfahrung und Tiefe

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Die höchste Punktzahl gab es für Julius Engelbach: „Es ist nicht wichtig“ lautete der Titel seines gesellschaftskritischen Textes über Schönheitswahn.

Frankenberg - Wer bei einem Poetry Slam auftritt, muss gleich mehrere Herausforderungen meistern: Er muss seine Gedanken formulieren können, diese Texte überzeugend und flüssig vortragen - und diese auch noch vom Publikum bewerten lassen. Beim Poetry Slam im Klimperkasten stellten sich acht Nachwuchs-Poeten diesen Aufgaben.

Ein Poetry Slam zeigt nicht nur die Bandbreite des Könnens der „Slammer“, sondern gibt auch immer einen Einblick in deren Gedankenwelt, ihre manchmal philosophischen Ansätze, ihre Fragen und Antworten, ihre Sehnsüchte und Sorgen. Beim neunten Poetry Slam der Theater-AG der Edertalschule am Freitag behandelten die meisten Beiträge bedeutende Fragen des Lebens - aber es gab auch etwas zu lachen.

Acht Poeten waren angetreten: sieben Nachwuchs-Texter aus dem Frankenberger Land und Domenik Rinkart aus Marburg, der am Ende des Sieg davontrug. Er hatte einen spürbaren Erfahrungs-Vorsprung vor den anderen Slammern und war der einzige, der einen längeren Beitrag komplett ohne Manuskript präsentierte. Außerdem bewies er sowohl in der ersten Runde als auch im Finale Tiefe und zog das Publikum mit seinen Worten in den Bann.

Allerdings hatte er einen starken Gegner im Finale: Julius Engelbach hatte in der ersten Runde mit seinem humorvollen, überspitzten, aber sehr gesellschaftkritischen Beitrag die meisten Punkte von der Jury gesammelt.

Aber auch die anderen Nachwuchs-Poeten erhielten viel Beifall. Nachdem Thorsten Jech, Leiter der Theater-AG der Edertalschule, den Slam eröffnet hatte, übernahm Moderator Christopher Ostrowski: „Jeder, der heute auftritt, hat eine Höllenangst“, bat er die zahlreichen Zuhörer im Klimperkasten um Respekt.

Den ausführlichen Text lesen Sie in der Montagausgabe der Frankenberger Zeitung.

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