Bau der Siloanlage bei Bottendorf erst später

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Winterstrauch bei Bottendorf: Hier will der Bodenverband ein Silo- und Hackschnitzellager bauen.

Bottendorf/Frankenberg. Der Bau des Hackschnitzel- und Silolagers in der Bottendorfer Gemarkung Winterstrauch verzögert sich.

Um eine Baugenehmigung zu bekommen, sei eine Änderung des Flächennutzungsplanes nötig, räumt Walter Dersch auf HNA-Anfrage ein. Er ist Geschäftsführer des Bodenverbands Waldeck-Frankenberg, der das Projekt gemeinsam mit der Firma Viessmann realisieren will.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten im Herbst 2014 beginnen. In seinen Planungen war der Bodenverband davon ausgegangen, dass das Projekt als landwirtschaftlich privilegiert anerkannt werde und somit ohne großen baurechtlichen Aufwand hätte genehmigt werden können. Doch das haben die zuständigen Behörden - vom Kreis, über Regierungspräsidium bis hin zum Ministerium in Wiesbaden - abgelehnt, erläutert Dersch.

Auch Frankenberg gefragt 

Deshalb stellte der Bodenverband den Antrag an die Gemeinde Burgwald, den Flächennutzungsplan in diesem Bereich zu ändern und parallel einen Bebauungsplan aufzustellen. Ein entsprechender Antrag ging auch an die Stadt Frankenberg, da die Siloanalge an die städtische Gemarkung Johannisland angrenzt.

In Burgwald steht das Thema am kommenden Donnerstag auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung. Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich in seiner Sitzung am Donnerstagsabend bereits mehrheitlich dafür ausgesprochen, das Verfahren für die Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung des Bebauungsplans in die Wege zu leiten.

„Die Gemeindevertretung hat sich für das Projekt ausgesprochen, warum sollte man nun nicht auch die Umsetzung unterstützen“, sagte Bürgermeister Lothar Koch auf HNA-Anfrage.

Der Bodenverband verschiebt nun seine Planung nach hinten. Ursprünglich wollte er im Herbst 2014 mit dem Bau beginnen. Nun geht Geschäftsführer Dersch davon aus, dass die Baugenehmigung im Juni oder Juli 2015 vorliegt. Für den ersten Grasschnitt ist das zu spät. Der werde dann wie bisher auf Freigär-Haufen gelagert, sagt Dersch.

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Quelle: HNA

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