Bottendorf

„Sind ein Verband für alle Menschen“

Ortsverbandsvorsitzende Ursula Breuer (Mitte) war gestern umringt von Ehrengästen und Ausgezeichneten, unter anderem (unten, links) Gründungsmitglied Johannes Möller und Festredner Horst Gunnesch (links).Foto: Dennis Schmidt

- Bottendorf (den). Sein 60-jähriges Bestehen feierte gestern der VdK-Ortsverband Bottendorf. Lobende und selbstbewusste Worte gab es während der Feierlichkeiten. Mit dabei: Gründungsmitglied Johannes Möller.

Burgwald-Bottendorf. 23 Personen hatten sich am 1. Juli 1949 bei „Dippel Anna“ getroffen und den Ortsverband gegründet. Sie sollten Geschichte schreiben, auf die die Anwesenden gestern bei Totenehrung, Gottesdienst und anschließendem Fest zurückblickten.

Festredner der Veranstaltung im August-Winnig-Heim war kein Unbekannter. Landesschatzmeister Horst Gunnesch ist gebürtiger Bottendorfer. „Ich erinnere mich noch, wie meine Großmutter und mein Vater im VdK aktiv waren“, erinnerte er sich.

Auch wenn das offizielle Leitbild des größten deutschen Sozialverbandes, „Im Mittelpunkt steht der Mensch“, erst 2007 entworfen worden sei, habe es bereits bei allen Handlungen in der Vergangenheit als Grundlage gedient. „Ich beglückwünsche Sie heute zu Ihren Leistungen“, lobte Gunnesch. „Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens geworden. Wir sind eben ein Verband für alle Menschen.“ Mit Blick auf die Arbeit der Vorsitzenden sagte er: „Sie sind der lebende Beweis für das Engagement vor Ort.“

Seit sechs Jahrzehnten setzen sich die Bottendorfer, so wie hessenweit 190 000 weitere Mitglieder, für ihre Mitmenschen ein. Eher acht als sechs Jahrzehnte umfasst das Alter der Mitglieder. Der VdK arbeitet gegen den Trend: Während 1949 26 Bottendorfer den Verband gründeten, stieg ihre Zahl von 108 im Jahr 1998 auf aktuell 172 – und sie werden jünger.

„Das Leben da draußen wird immer härter“, sucht Vorsitzende Ursula Breuer nach einer Erklärung für den Zustrom beim VdK. „Also wird es immer wichtiger, dass man ordentlich abgesichert ist.“ Auch wenn bereits viel erreicht worden sei: Von ausreichenden Grünphasen bei Ampeln bis zu integrativen Kindergärten sei noch viel zu tun. Der als „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“ gegründete VdK begrüßte bei seiner Geburtstagsfeier, die mit einem Gottesdienst in der Martinskirche und einem Besuch beim Ehrenmal begonnen hatte, viele Gratulanten.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Montag, den 10. August 2009.

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