Chorgesang in Ellershausen

Singen über die Feldgrenzen hinweg

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Lockere Chorkleidung: Der Ellershäuser Männergesangverein trat beim „Alte-Feld-Singen“ am Wochenende in Jeans und karierten Hemden auf. Foto: Frank Seumer

Frankenau-Ellershausen - Premiere hat ein gemischter "Alte-Feld-Chor" am Samstagabend mit dem bekannten Volkslied "Kein schöner Land" gefeiert. Der Ellershäuser Männergesangverein hatte die Nachbarchöre aus Haubern und Geismar eingeladen.

„Singen mit Freunden“ hieß das Motto im Dorfgemeinschaftshaus. In Anlehnung an die Feldgemarkung zwischen Geismar, Ellershausen und Haubern fand erstmals ein „Alte-Feld-Singen“ statt. Die Gastgeber vom Ellershäuser Männergesangverein unter der Leitung von Marion Born eröffneten den Abend mit „Vivat Musica“. Verstärkt von dem Hauberner Bass-Sänger Ernst Mütze erklang im Anschluss daran „Die Nacht“ von Franz Schubert.

Der Geismarer Männergesangverein überzeugte mit zwölf Aktiven unter der Leitung von Siegfried Jungmann mit dem Chorsatz „Im Krug zum grünen Kranze“. Gemeinsam mit den Ellershäusern erklang der moderne Titel „Für alle“. Beide Chöre hatten vorher nie gemeinsam geprobt und lieferten dennoch einen wahren Hörgenuss.

Der Hauberner Männergesangverein, dirigiert von Werner Schielke, brillierte mit der „Legende von Babylon“ oder dem Peter-Maffay-Hit „Über sieben Brücken musst du gehen“. Gemeinsam mit dem Ellershäuser Männergesangverein erklang stimmgewaltig der klassische Chorsatz „Abendfrieden“. Dirigentin Marion Born war begeistert: „20 Sänger mehr ist eine gute Sache, das könnte man so lassen“.

Per Zufallsprinzip gründete sie danach einen „Alte-Feld-Chor“: Alle Konzertbesucher mit einer roten Stuhlmarkierung trafen sich auf der Bühne und sangen „Kein schöner Land“. Im Nu war ein neuer Chor entstanden, der danach für Hermann Kessler aus Allendorf/Hardtberg auch ein Geburtstagsständchen anstimmte.

von Frank Seumer

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