Großübung der Allendorfer Feuerwehren mit vier Stationen

Situationen im Einsatz durchgespielt

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Allendorf (Eder) - Neue Wege bei der gemeinsamen Ausbildung gingen die Feuerwehren der Gemeinde Allendorf am Wochenende bei einer Großübung: Bei einer „Stationsausbildung“ spielten sie Einsatzsituationen durch.

Gemeindebrandinspektor Horst Huhn und die Wehrführer aus Allendorf, Battenfeld, Haine und Rennertehausen hatten sich eine „Stationsausbildung“ ausgedacht, die einem Zirkeltraining im Sport gleicht.Zunächst wurden auf dem Hof des Allendorfer Feuerwehrhauses vier Stationen aufgebaut:

  1.  das Modell einer Wohnungstür,
  2. eine Fläche für einen Inneneinsatz mit dem Hohlstrahlrohr,
  3. ein simulierter Verkehrsunfall mit einem Auto
  4. und eine Funkstation.

Anschließend wurden kleine Gruppen gebildet, die alle Stationen zu durchlaufen hatten. An der Modelltür wurde geübt, wie Wehrleute eine Haus- oder Wohnungstür schnell und effektiv mit wenig Zerstörungspotenzial öffnen. Zum Einsatz kamen Multifunktionswerkzeuge. Eine besondere Ausbildung erfordern die Hohlstrahlrohre als Weiterentwicklung der Mehrzweckstrahlrohre, die gerade beim Innenangriff Verwendung finden, also bei der Brandbekämpfung in Gebäuden. Neben einer stufenlosen Einstellung von Wassermenge und Sprühkegel bietet die Mannschutzbrause einen effektiven Schutz, etwa bei einem sogenannten Flash-Over, also einer „Durchzündung“ des Feuers. An der Station Verkehrsunfall erläuterten Kfz-Fachleute die verschiedenen Gefahren, die bei einer Fahrzeugöffnung unter dem Blech lauern. So könnte ein Airbag nachträglich auslösen, aber auch die verschiedenen Fahrzeugbatterien haben ihre Gefahren. Oft wüssten die Aktiven nicht auf Anhieb, mit welchem Kraftstoff sie es zu tun hätten oder ob es ein gasbetanktes Auto sei, erklärten die Fachleute. Autos mit Hybridantrieben und mit Brennstoffzellen seien zwar deutlich in der Minderheit, aber auch bei ihnen sei ein erhebliches Gefahrenpotenzial vorhanden. An der vierten Station ging es etwas ruhiger zu. Im Funkraum des Gerätehauses wurde der korrekte Funksprechverkehr geübt.Beim anschließenden Imbiss zeigte sich Horst Huhn sehr zufrieden mit der als Großübung angelegten Stationsausbildung. Sie soll in Zukunft ein fester Bestandteil der Übungen werden mit immer wieder wechselnden Themen- und Gefahrenschwerpunkten.(no)

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