3,2 Millionen Euro werden investiert – Parlament stimmt Grundstücksverkauf zu

Solarpark muss schnell ans Netz

Solarpark: Ähnlich wie auf diesem Foto aus der Gemeinde Edertal, sollen etwa 5000 Siliziummodule im Gewerbegebiet „Auf der Steede“ in Bromskirchen aufgestellt werden. Archivfoto: Uli Klein

Bromskirchen. Als dritte Kommune in Waldeck-Frankenberg wird Bromskirchen einen großflächigen Solarpark mit einer Fläche von etwa 1,5 Hektar bekommen. Dem Verkauf eines Grundstückes im Gewerbegebiet „Auf der Steede“ in Bromskirchen hat das Gemeindeparlament am Donnerstagabend unisono zugestimmt. Die Investitionssumme liegt bei stolzen 3,2 Millionen Euro.

Den Solarpark bauen und bezahlen wird nach den Worten von Bürgermeister Karl-Friedrich Frese die Firma Energy Power Germany aus Dortmund, die sich seit mehreren Jahren mit der Nutzung regenerativer Energien beschäftige. Allerdings drängt die Zeit: Mit ihrem Solarpark will die Firma „Energy Power Germany“ noch vor dem 1. Juli ans Netz, weil die Solarförderung des Bundes nach diesem Stichtag deutlich unter die bis dahin geltenden 28,75 Cent pro Kilowattstunde sinken wird.

„Wenn Sie heute zustimmen, werden quasi morgen die Maschinen anlaufen“, machte Bürgermeister Frese die zeitlichen Zwänge deutlich. Zwischen den Firmen Dachdecker Kroh und Jochen Geise sollen „Auf der Steede“ etwa 5000 Siliziummodule aufgestellt und nach Südosten ausgerichtet werden. Dazu kommen nach den Worten des Bürgermeisters ein kleines Umspannwerk und eine Demonstrations-Anlage für Interessenten und die Bevölkerung.

Die Siliziummodule würden „ziemlich niveaugleich“ am Boden aufgestellt. Es würden keine „Solarbäume“ gebaut, machte Karl-Friedrich Frese deutlich. Spiegeleffekte seien nicht zu erwarten. Mit den direkten Anrainern habe er bereits gesprochen. Diese hätten keine Einwände und sähen in dem künftigen Solarpark vielmehr „ruhige Nachbarn“.

Der Verkauf dieser 15 000 Quadratmeter großen Fläche sei für die Gemeinde „sehr günstig“, sagte Frese. Zum einen baue die Gemeinde ihre Verpflichtungen gegenüber der Hessischen Landgesellschaft deutlich ab, zum anderen seien später auch Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten. „Da müssen wir zur Erschließung auch keine Straßen bauen“, sagte Frese.

Von der Leistung her – mit 1000 kWp  – könnte der künftige Solarpark den kompletten Strombedarf der Gemeinde Bromskirchen abdecken. (off)

Quelle: HNA

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