Sonja Ludwig-Wenzel stellt sich als neue Prädikantin vor

Wangershausen. Die neue Prädikantin des Kirchenkreises Frankenberg spricht mit der gleichen Begeisterung über Musik und ihre Lieblingskrimis, mit der sie auch über ihr neues Kirchenamt spricht.

Zuerst eine Frage zum Musikgeschmack: Ist Sonja Ludwig-Wenzel eher ein Beatles- oder Rolling Stones-Typ? "Ganz klar, Rolling Stones. Die sind viel rockiger", sagt sie.

Der letzte Konzertbesuch liegt nur wenige Tage zurück, das waren allerdings nicht die Stones, sondern die Blues-Gruppe Straight Bourbon aus Dillenburg. Auch nicht schlecht. Unter der Woche, zwischen Kirche und Krimis, arbeitet Sonja Ludwig-Wenzel als Erzieherin in einer Kindertagesstätte in Frankenberg. Nächste Frage: Was hat ihr Beruf mit der Kirchenarbeit gemeinsam? "In beidem geht es um die Hinwendung zum Menschen. Und ich muss in beiden Ämtern rhetorisch gut sein."

Seit 25 Jahren ist sie im Kirchenvorstand Frankenberg, neun Jahre lang war sie Lektorin. Nun wurde sie vom Kirchenvorstand zur Prädikantin berufen.

Erstmals schreibt sie jetzt Predigten, ist zuständig für Taufen, Trauungen, Abendmahl. Sie hält Gottesdienste, in Ausnahmefällen betreut sie Beerdigungen. "Ich freue mich, die Menschen jetzt so intensiv in ihrem Leben zu begleiten", sagt sie. Gerade in kleinen Gemeinden nehme sie besonderen Anteil, wenn sie die einschneidenden Lebensmomente ihrer Gemeindemitglieder miterlebt.

Sie wird jetzt oft gefragt, ob sie als Prädikantin Geld verdient. "Es ist ein Ehrenamt. Pro Gottesdienst gibt es zehn Euro."

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Von Jan Schumann

Quelle: HNA

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