Frankenberger Sterngucker und Familienbüro veranstalteten Astrotag

Sonnenflecken im Visier

Blick zum Himmel: Beim Astronomietag in Frankenberg warf Magdalena Lind (Mitte) einen Blick auf die Sonnenoberfläche. Gerhard Schmitt (links) und Matthias Jäger. Foto: Ochse

Frankenberg. Sonnenflecken, Protuberanzen und Flares verhinderten beim Astrotag der Frankenberger Sterngucker nicht das schöne Frühlingswetter, sorgten aber für Erstaunen bei den Besuchern.

Die Frankenberger Sterngucker hatten zusammen mit dem Familienbüro anlässlich des bundesweiten Astronomietages einen Infostand in der Fußgängerzone aufgestellt. Ausgestattet mit leistungsstarken Fernrohren und geeigneten Filtern peilten sie unsere Sonne an, die sich den ganzen Tag über fast unverhüllt am Himmel zeigte.

Protuberanzen sind Wolken ionisierten Gases, die sich wirbelnd von der Sonnenoberfläche abheben. Als Flares bezeichnet man die „weißen Flecken“, die im Gegensatz zu den herkömmlichen Sonnenflecken eine höhere Gasdichte und somit einen Bereich höherer Temperaturen markieren. „Diese Protuberanzen waren vor Jahren für die erheblichen Störungen in der nördlichen Hemisphäre verantwortlich“, sagte Gerhard Schmitt, der auf durch Sonnenstürme verursachte Stromausfälle in Kanada und Störungen im Funkverkehr hinwies. Am Nachmittag zogen die Sterngucker dann zur Ortenbergschule, dort hatten sie in der Mensa eine kleine Ausstellung vorbereitet, die Betrachtungsgeräte zur Sonnen-, Mond- und Sternenbeobachtung zeigte. Schmitt und seine Mitstreiter erläuterten die Technik der Fernrohre, Besucher warfen immer wieder einen Blick durch die Okulare.

Infomaterial und plastische Darstellungen der Planeten sowie eine Projektionswand veranschaulichten die Arbeit der Hobby-Astronomen, die sich jeden zweiten Freitag im Haus der Vereine treffen.

Am Abend standen dann die Beobachtung des Mondes und des Saturn auf dem Programm. Für die Kinder hatte Daniela Neuschäfer einen Spiel- und Maltisch aufgebaut, Gebäck und kleine Erfrischungen standen für die Besucher bereit. (oc)

Quelle: HNA

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