Flohmarkt auf der Wehrweide

Sonnenschein fördert die Kauflaune

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Beim Flohmarkt auf der Wehrweide: Ein Spiel für die „Wii“ hat Viola am Stand von Andrea, Tom und Kurt Figge-Biller entdeckt.

Frankenberg - Der Flohmarkt auf der Wehrweide lockt regelmäßig viele Besucher an, so auch gestern. Ein kleiner Bummel übers Gelände.

Harmonisch stehen Schallplatten von Heintje und Freddy Quinn neben CD‘s von Luciano Pavarotti und den „Don Kosaken“. Die von Puristen eingeforderte Unterscheidung in Unterhaltungsmusik und „ernste Musik“ spielt an diesem Stand keine Rolle. Und das macht auch den Reiz des Flohmarktes aus: Alle möglichen Sachen finden zusammen, Gartenmöbel und Spielzeug warten neben Geweihstangen, altem Schmuck, Bekleidung, Geschirr und Werkzeugen aller Art auf neue Besitzer.

Besuchergedränge herrscht am Sonntag auf der Wehrweide. Käufer und interessierte Besucher genießen beim Flohmarkt die betriebsame Atmosphäre und das vielfältige Angebot an den Verkaufstischen. Manche suchen nach einem dekorativen „Schnäppchen“ oder gar nach verborgenen Kostbarkeiten.

Andere bestaunen bei ihrem Bummel einfach nur die verschnörkelten Dingen aus Großmutters Zeiten oder vertraute Gebrauchsgegenstände aus der eigenen Kindheit: Bierkrüge, eine Kaffeemühle, ein Spiegel mit vergoldetem Blattornament als Einfassung, Tassen, Römer-Weingläser, Gemälde, hölzerne Wandteller, eine „Venus von Milo“, Schmuckkästchen, Stofftiere, Gesellschaftsspiele, Lego-Spielzeug, Plastikfiguren... Da gibt es viel zu entdecken.

Das warme Sommerwetter sorgt fürs Wohlbefinden, hin und wieder sorgt eine Windboe für Erfrischung - auch wenn sie zum Leidwesen der Standbetreiber gelegentlich einen Kleiderständer erfasst und zum Umstürzen bringt.

Für eine Schildkröte der Marke Steiff interessiert sich Anneliese Daubertshausen aus Bromskirchen am Stand von Swen Homrighausen. „Vielleicht bin ich nächstes Jahr selber mit einem Stand hier“, sagt sie und überdenkt den Kauf des Kuscheltieres noch einmal.

„Wir haben rund hundert Flohmarktstände“, informiert die Betreiberin Sonia Jonitz. „Es sind keine gewerblichen Händler darunter - von Privat an Privat ist hier das Motto“.

Bereits zum fünften Mal richtet sie den Flohmarkt aus, „aber zum ersten Mal regnet es nicht“, sagt sie erfreut. „Eine Standgebühr ziehen wir nicht ein“, erklärt sie. „Jeder Verkäufer spendet einen selbstgewählten Betrag. Nach Abzug der Kosten würden diese Spenden für wohltätige Zwecke weitergegeben - „überwiegend in Frankenberg, zum Beispiel an Kindergärten“. (ghm)

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