Zuzug von Schafen aus Q-Fieber-infizierter Herde – Rund 20 Anrufe bei Hotline

Q-Fieber: Sorge auch um die Haustiere

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Gesperrt: Der Weg zum Schafstall, der 1000 Meter vom Frankenau entfernt liegt, darf nicht mehr benutzt werden.

Frankenau. Die Schafe aus einer mit Q-Fieber infizierten Herde bei Gießen, die am Freitag in einem Stall bei Frankenau untergebracht wurden, beunruhigen weiterhin die Bevölkerung. Rund 20 Menschen haben am Samstag die speziell dafür eingerichtete Hotline des Kreisgesundheitsamtes angerufen.

„Die meisten von ihnen waren Menschen, die selbst einige wenige Tiere halten“, sagte Amtsleiterin Dr. Hannelore Wendt auf Anfrage der HNA. Die Anrufer wollten unter anderem wissen, ob sich auch Hunde, Katzen und Pferde mit Q-Fieber anstecken können, ob und welche Tiere geimpft werden können. Auf diese Fragen werde das Veterinäramt am Montag eingehen, erläuterte Dr. Wendt.

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Sie machte deutlich, dass allenfalls eine sehr geringe Ansteckungsgefahr von den 100 Schafen ausgehe. „Und es wird alles getan, um diese geringe Gefahr noch zu reduzieren“, fügte sie hinzu. Die Schafe hätten eine erste Impfung erhalten und würden in zwei Wochen erneut geimpft. Sie dürften den Stall nicht verlassen.

Dr. Wendt weist darauf hin, dass die Tiere direkt vom Fahrzeug in den Stall gebracht worden seien. Sie hätten nicht zuvor in der Natur rund um Frankenau geweidet. Ein Restrisiko, sich anzustecken, könne aber nie ganz ausgeschlossen werden, räumt sie ein

Der Lahn-Dill-Kreis, der die Ausfuhr der Schafe nach Frankenau verlangt hatte, sehe hingegen keine Gefahr, sagte am Samstag Frankenaus Bürgermeister Björn Brede. „Ich möchte wissen, was jetzt gilt.“ Diese Gewissheit fordere er vom Landkreis Waldeck-Frankenberg ein. Zudem will er sich an das Regierungspräsidium Kassel und das Land Hessen wenden, um eindeutige Informationen zu bekommen. Man dürfe die Frankenauer nicht im Regen stehen lassen, kritisierte er.

Hotlines: Am Sontag zu erreichen:

• Kreisgesundheitsamt: 10 bis 16 Uhr, Telefon 0171/8217610

• Stadt Frankenau, 10 bis 12 Uhr,

Telefon 06455/7990.

Quelle: HNA

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