Gemünden: „Quatuor Romantique“ erweckt Musik des späten 19. Jahrhunderts zu neuem Leben

Späte Romantik mit einer Portion Ironie

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- Gemünden (ma). Bekannte Melodien aus der Spätromantik hat das Quartett „Quatuor Romantique“ am Wochenende im Alten Bahnhof zu Gehör gebracht.

Mal schnell und fröhlich und mal langsam und verträumt, aber immer mit Sentimentalität versehen, ist die Musik des späten 19. Jahrhunderts. Die Gruppe „Quatuor Romantique“ erfüllte den Alten Bahnhof mit den Klängen bekannter und weniger bekannter Melodien aus dieser Zeit der Spätromantik.

Die vier Musiker haben sich zusammen mit dem Autor Thomas Höft, der durch das Programm führte, den Komponisten dieser Epoche verschrieben. „Die Musik der Spätromantik wieder zu entdecken, mit neuem Leben zu erfüllen, ihre ganze Dramatik und Süße zu erleben und in Konzerten zu teilen, ist das Ziel des Quatuor Romantique“, sagen die Musiker über sich.

Im Alten Bahnhof präsentierte die Gruppe ihr an Weihnachten orientiertes Programm „Christmas Eve“. Es begann schwungvoll mit der bekannten Ouvertüre aus Peter Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“. Die vier Musiker begeisterten durch brillantes und ausdrucksvolles Spiel. Die von Vassili Voronin gespielte Violine ließ bei der Ouvertüre und einer weiteren Auswahl an Stücken aus der „Nussknacker-Suite“ ein tanzendes Ballett vor den Augen des Publikums erstehen.

Auch beim Konzertwalzer von Émile Waldteufel, bekannt unter dem Namen „Die Schlittschuhläufer“, ließ der gebürtige Russe seine Geige tanzen. Edward John Semon am Violoncello kam vor allem bei der „Berceuse“ von Amy Marci Beach auf seine Kosten. Den Soloteil in dem Stück seiner Landsfrau spielte der Amerikaner sanft und mit viel Gefühl. Bei der Komposition „Eine Muh, eine Mäh…“ des Preußen Wilhelm Lindemann stellte er unter Beweis, dass er seinem historischen Instrument auch kraftvolle Töne entlocken kann, als er zur machtvollen Fanfare anhob.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 20. Dezember.

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