Orgelkonzert in der Klosterkirche – Hans-Uwe Holst erhielt stehenden Applaus

Spannung und Dramatik

Souverän: Hans-Uwe Holst beim Konzert in der Hainaer Klosterkirche Foto: Faust

Haina-Kloster. Hans-Uwe Holst entfaltete mit seinem Orgelspiel barocke Kraft in der gotischen Klosterkirche von Haina. Gleich zu Beginn des Konzerts fühlte der Zuhörer die Spannung und Dramatik der teils 300 Jahre alten Kompositionen.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Präludium und Fuge e-Moll von Johann Sebastian Bach. Ein Stück, das in Fachkreisen als schwierig zu spielen gilt, weil virtuose manuelle Passagen exakt mit dem facettenreichen Pedalspiel übereinstimmen müssen. Holst meisterte dies souverän und zugleich temperamentvoll. Das Publikum dankte es mit Applaus.

Temporeich war auch die nächste Komposition, die Sonate f-Moll aus Opus 65 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das dramatische Stück wird heute der romantischen Zeitepoche zugeordnet. Als spätromantischer deutscher Komponist gilt Max Reger. Von ihm war die Toccata d-Moll zu hören. Dieses kontrastreiche Werk spiegelt bereits die Veränderungen des 20. Jahrhunderts, greift aber zugleich Ideale vergangener Epochen auf. In dem spätromantischen Stück kommen Brechungen und Dissonanzen zum tragen, die in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen und sogar Elemente der Barockmusik vereinen.

Zum Konzertabschluss spielte der Musiker die dorische Toccata und Fuge von Johann Sebastian Bach. Die begeisterten Hörer zollten dem Orgelspieler stehenden Applaus und bekamen schließlich als Zugabe ein weiteres Werk des Barockkomponisten Bach gespielt.

Hans-Uwe Holst, der im Hauptberuf als Arzt arbeitet, begann mit dem Orgelspielen im Alter von sechs Jahren. Er lebt mit seiner Familie seit vielen Jahren in Haina, wo er nun seit drei Jahren auch als Organist tätig ist. (fg)

Quelle: HNA

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