Battenberg: Arbeitskreis stellt Konzept für Weg vor

Weg zum Spazieren und Philosophieren

+
Mitglieder von Ortsbeirat, Magistrat und der Arbeitsgruppe diskutierten bei einem Ortstermin über die künftige Ausgestaltung des Philosophenwegs in der Battenberger Oberstadt.Foto: Peter Bienhaus

Battenberg - Der Philosophenweg soll ein Anziehungspunkt in der Battenberger Oberstadt werden. Schon im 19. Jahrhundert wurde er zur inneren Einkehr genutzt.

Im Projekt „Zukunftssicherung Battenberg“ hatte sich eine Arbeitsgruppe mit dem Philosophenweg befasst und ein Konzept zur Gestaltung erarbeitet. Ziel ist ein romantischer und besinnlicher Spazierweg.

Der Philosophenweg beginnt an der Kirche und führt über das „Hügelchen“ bis zum Wassertor. „Ziel ist, einen romantischen, besinnlichen Spazierweg zu schaffen“, heißt es im Konzept der Arbeitsgruppe. Sie besteht aus Renate Dietz, Ellen Morgenroth, Martina Radke, Oswald Staub und Peter Bienhaus. Ziel ist eine naturnahe Gestaltung.

An fünf Punkten soll mit kurzen Texten über den Aussichtspunkt „Naumanns Hütte“, die Geologie, den Eibenpfad, den jüdischen Friedhof und die Kröge informiert werden. Zwei größere Schilder mit einer Erklärung zum Philosophenweg sollen an den Eingängen vor „Naumanns Hütte“ und am Wassertor aufgestellt werden. Zusätzlich werden Faltblätter erstellt.

Die kurzen Texte sollen auf Stahl gelasert und an den Sitzgelegenheiten befestigt werden. Die sei „eine neue Idee, Kunst und Sitzen zu verbinden“, heißt es in dem Konzept. An mehreren Standorten werden Sitzgelegenheiten aufgestellt. Zusätzlich werden philosophische Sprüche auf Stahlschilder geschrieben und aufgestellt.

Mittelfristig sollen Hügelchen, Philosophenweg und Burgberg miteinander als Spazierweg vernetzt werden. In einer ersten Planung gehen die Mitglieder des Arbeitskreises von Kosten in Höhe von 8600 Euro für Schilder, Bänke, Kunst und die Renovierung von Naumanns Hütte aus.

In der Oberstadt lebten früher viele Studierte und Honoratioren. Sie nutzten den Pfad allein oder in Gesellschaft zum Spazierengehen und Nachdenken. 1868 schreibt Pfarrer Kammer in der Kirchenchronik, dass er oft seine Mittagspause in der Schönheit und Stille des Philosophenwegs genossen und zur inneren Einkehr genutzt habe. 1923 lobt Hauptlehrer Zitzer die stillen Pfade im Wäldchen und die herrlichen Ausblicke ins Edertal.

Kommentare