Reinhard Kahl auf der Kanzel

Abgeordneter predigte zum Buß- und Bettag in Allendorf

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Mit dem Gast: Pfarrer Gerald Rohrmann und Kirchenvorsteherin Vera Junghenn dankten Reinhard Kahl für die Gestaltung des Gottesdienstes zum Buß- und Bettag.

Allendorf-Eder. „Die christlichen Begriffe von Freiheit und Nächstenliebe und das politische Begriffspaar von Freiheit und Solidarität haben eine große Schnittmenge.“ Das sagte der aus Allendorf stammende SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl.

Anlass war seine Predigt, die er aber als Kanzelrede bezeichnete, zum Buß- und Bettagsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde. Viele Allendorfer und auch Christen aus umliegenden Orten hörten Kahl zu.

Die Kanzelrede sei für ihn eine besondere Herausforderung und eine Premiere zugleich, sagte der 64-jährige Sozialdemokrat, der in der Kirchengemeinde aufgewachsen ist und die ihn geprägt habe. Der Buß- und Bettag sei für die Christen ein Tag der Besinnung, der Neuorientierung und der Umkehr.

In seinem Eingangsspruch bekannte sich Kahl zum „Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann“. Dabei gehe es um Entscheidungen, die jeder selbst in Freiheit treffen müsse. Doch dabei sei Freiheit im biblischen wie im reformatorischen Bereich nicht nur unbegrenzter Individualismus, Egoismus und das Recht des Stärkeren, sondern bedeute vor allem „Verantwortung gegenüber den Mitmenschen, der Schöpfung und vor Gott.“ Freiheit und Verantwortung erkannte Kahl auch als zentrale Begriffe des Grundgesetzes und unserer Demokratie - und damit gelangte er zum eingangs erwähnten Satz.

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Von Erwin Strieder

Quelle: HNA

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