Schulen zeigen Projekte aus Zuwendungen

Mit Spenden das Angebot ausweiten

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Schüler von vier Bildungseinrichtungen präsentierten gestern in der Kulturhalle der Edertalschule, welche Projekte sie nur mit Hilfe von Spenden der Frankenberger Bank in vollem Umfang umsetzen konnten.

Frankenberg - Musik, Forschung, Handwerk, Literatur - oder die Gestaltung eines neuen Schulhofes: Viele Schulprojekte können nur mit Hilfe von privaten Spenden ermöglicht werden. Vier Schulen der Region zeigten gestern Beispiele.

Musik gehört bei Veranstaltungen der Edertalschule inzwischen - im Wortsinn - zum guten Ton. Gestern Nachmittag etwa gab die Big Band der Edertalschule in der Kulturhalle Kostproben ihres Könnens, nur wenige Tage nach dem großen Konzert an selbiger Stelle. Dass die Schüler aber voller Elan in ihre Instrumente blasen konnten, ist nicht nur der Schule zu verdanken. Viele private wie auch institutionelle Spender unterstützen derartige Bildungsprojekte. Gestern bedankten sich vier Schulen dafür bei der Frankenberger Bank - und die brachte nochmals 5000 Euro mit.

„Als ich vor einem Jahr hier erstmals stand, hatte ich keine Ahnung über die vielen Projekte, für die uns die eigenen Mittel fehlen“, sagte stellvertretend der Gastgeber, Schulleiter Stefan Hermes. Dieter Ohlsen, Vorstand der Bank, drückte seine Freude aus, alle Jahre wieder dabei zusehen zu dürfen, wie aus dem Geld etwas sinnvolles wird. „Wir glauben, dass es richtig ist, sich gesellschaftlich einzubringen“, erklärte er die Philosophie der Genossenschaftsbank. Nach der Präsentation der vier beteiligten Schulen zeigte er sich begeistert: „Ich bin tief beeindruckt vom Engagement in Ihren Schulen.“

DNA, Handwerk, Schulhof

Neben den jungen Musikern zeigte die Edertalschule Ausschnitte aus dem Projekt zur DNA-Analyse, mit dem drei Schülerinnen auch an „Jugend forscht“ teilnehmen. Angesichts des Pferdefleisch-Skandals setzten sich die jungen Damen das Ziel, eine Fertiglasagne selbst daraufhin zu prüfen, welches Fleisch darin verarbeitet wurde. Tatsächlich fanden sie: Pferd. Das nächste Ziel soll sein, zu schauen, ob das Fleisch zusätzlich gestreckt und so weiter verbilligt wurde, etwa mit Soja.

Die Hans-Viessmann-Schule stellte ihre Zusammenarbeit mit der Friedrich-Trost-Schule dar. Schüler der Förderschule besuchen dabei phasenweise den Unterricht an der Berufsschule, um erste Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten. Ziel ist es, dass diese Schüler einen Hauptschulabschluss erlangen und rasch in eine Ausbildung vermittelt werden. Die Jugendlichen hatten Arbeiten aus Holz, Metall und Stoffen dabei, die sie in einem der Kurse angefertigt hatten.

Mit literarischen Zitaten punkteten Burgwaldschüler der Jahrgangsstufen sechs und zehn. Sie vermittelten die Bedeutung von Büchern in ihrer Mediathek - mit Volksweisheiten und Anleihen berühmter Schriftsteller zum Thema Druck, Buch, Schrift und Sprache. Entsprechende Exemplare, die auch mit Hilfe von Spenden angeschafft worden waren, hatten sie passenderweise mitgebracht.

Die Ederseeschule in Vöhl schließlich zeigte, wie das Geld der Bank während einer Projektwoche dazu genutzt wurde, den Schulhof umzugestalten. Das Projekt wird über einen „Zehn-Jahres-Plan“ umgesetzt - jedes Jahr machen sich die Schüler an einer Stelle des Hofes zu schaffen. Im September war es etwa ein Hang, in dem ein Klettergarten installiert wurde: Nicht nur die Gemeinde Vöhl half, sondern viele Schüler, die auch körperlich anpackten. In den nächsten Jahren soll eine kleine Piazza mit Amphitheater folgen.

Gastgeber Hermes zeigte sich glücklich: „Es ist schön, dass so viele unterschiedliche Projekte umgesetzt wurden“. Ohlsen bekannte: „Für uns ist das schöner, als eine Vertreterversammlung“.

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