Sperrstunde: Junge Liberale warnen vor Domino-Effekt

Frankenberg. Die Jungen Liberalen (Julis) Waldeck Frankenberg sprechen sich gegen eine Sperrstunde ab 3 Uhr aus.

„Wir sehen in der vorgezogenen Sperrstunde keine Bekämpfung von gehäuften Gewaltdelikten, sondern eine reine Verlagerung des Problems auf 3 Uhr, betonte Teresa Laukel, Kreisvorsitzende der Julis Waldeck-Frankenberg.

Das Problem sei nicht die derzeit geltende Sperrstunde ab 5 Uhr, sondern ein verändertes Ausgehverhalten junger Menschen. „Das ist aber kein Problem der Gastronomie, die durch die Einführung einer Sperrstunde massiv betroffen wäre“, machte Laukel deutlich.

Pauschal könne man die Städte im Landkreis nicht vergleichen. In Willingen und Bad Wildungen würden durch den starken Tourismus und Kurbetrieb andere Voraussetzungen als in Frankenberg und Korbach herrschen. Nur weil eine Sperrstunde in manchen Städten existiert, bedeute es nicht, dass diese zu Recht eingeführt wurden, sagte Laukel. Die Julis warnen deshalb vor einem „Sperrstunden-Domino-Effekt“, bei dem nicht Fakten die Grundlage einer Entscheidung für eine Sperrstunde seien, sondern der Verweis auf andere Gemeinden.

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Quelle: HNA

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