130000 Euro zum Austoben

Spielplatz für das Bockental

+
Mit den vielen Kindern des Bockentals freuen sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie Bürgermeister Rüdiger Heß und Irina Hoff (vorne, v.l.) über den neuen Spielplatz in dem Frankenberger Neubaugebiet.

Frankenberg - Im Bockental wächst Frankenberg kräftig: Ständig entstehen neue Häuser. Dem hat die Stadt mit einem größeren Spielplatz Rechnung getragen. Die Fläche wurde mit einem Familienfest eröffnet.

Ein Schiff ruht inmitten eines Meers aus Sand, bereit, um von wagemutigen Piraten geentert und von treuen Matrosen verteidigt zu werden – mitten im Bockental. Das Schiff aus Holz ist sicherlich die auffälligste Attraktion des rund 130000 Euro teuren und stolze 2500 Quadratmeter großen Spielplatzes, der am Samstag im Rahmen eines Familienfestes offiziell eröffnet wurde.

„Es war ein langer Wunsch der Anwohner, die in die Planungen mit eingebunden waren“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß bei der Eröffnung. Eigentlich sei der Bau auf einer Fläche direkt neben dem jetzigen Standort geplant gewesen, „aber bis der gekommen wäre, wären sicherlich schon viele Kinder konfirmiert oder in der Ausbildung“, umriss er den Zeitrahmen. Deshalb sei der Entschluss gefallen, den Standort zu verlegen.

Zwei schwer zu vermarktende Baugrundstücke wurden für die Spielfläche zusammengefasst. Das Gelände ist abschüssig und stufig – für Bauherren ein Albtraum, für Kinder ideal. So ist der Spielplatz in drei Ebenen aufgeteilt. Und da mehr als die Hälfte der Kosten durch das Projekt „Familienstadt mit Zukunft“ getragen wurden, sind diese Ebenen generationenübergreifend angelegt: Auf der höchsten Fläche, von der aus der gesamte Platz zu überblicken ist, finden Eltern ihren Platz. Die Kleinsten spielen direkt neben Mama und Papa, sogar an eine Gelegenheit zum Wickeln wurde gedacht. Die mittlere Ebene mit dem Schiff und einer kleinen Seilbahn soll Anlaufpunkt für die Sechs- bis Vierzehnjährigen sein. Die am tiefsten gelegene Ebene schließlich ist Freunden des runden Leders in jedem Alter vorbehalten: Ein Bolzplatz lädt zum ausgiebigen Kicken ein.

Bei der Auswahl der Geräte standen pädagogische Gesichtspunkte sowie die Förderung von Motorik und Wahrnehmung im Mittelpunkt. Außerdem wurde Wert auf möglichst wartungsarme Geräte gelegt, von denen einige bereits auf anderen Frankenberger Spielplätzen zum Einsatz kommen.

Heß dankte neben der Politik für ihre Entscheidungsfindung, Bauhof und Verwaltung für die Umsetzung, besonders den Anwohnern, die ihre Ideen eingebracht haben. Insbesondere hob er Irina Hoff hervor, die als Ansprechpartnerin fungierte. Sie überreichte dem Rathauschef mit den Kindern des Bockentals ein selbst gemaltes Bild.

Kommentare