Benefizspiel für Dennis Winter

Sport verbindet die Gemündener

+

Gemünden - Mit großem Einsatz veranstaltete der TSV Gemünden am Samstag ein Benefiz-Fußballspiel für Dennis Winter. Seit einem Unfall kann er nicht mehr selbst Fußball spielen – und die Behandlungen sind sehr kostspielig.

An der Spendenaktion nahmen verschiedene Fußballvereine teil und halfen so, den Nachmittag zu einem Erfolg zu machen. Der Erlös ging komplett an die Familie Winter – zur Unterstützung der gesundheitsfördernden Maßnahmen für Dennis. Viele Vereine folgten dem Aufruf des Gemündener Sportvereins: Für Dennis, dessen Familie schon lange aktiv am Vereinsleben teilnimmt, zeigten die F-Jugend des TSV Gemünden und des TSV Wohratal bereits am frühen Nachmittag ihr Können. Für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen sorgten die Frauen der Fußballabteilung und für die „deftigen Sachen“, wie etwa Würstchen, sorgten die männlichen Mitglieder der Abteilung. Bei einem Verkehrsunfall im letzten Oktober erlitt Dennis ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Es folgten viele Monate Aufenthalt in Kliniken, die Ärzte machten der Familie nur wenig Hoffnung, dass ihr Sohn wieder aus dem Koma aufwachen würde. Während der ganzen Zeit wich sein Bruder, Steven Winter, nicht von Dennis Seite. Und auch auf die Unterstützung der vielen Freunde und Vereinskameraden konnte die Familie zählen. „Es ist toll, dass Menschen so etwas veranstalten“, sagte Werner Winter sichtlich gerührt. Seit dem Unfall sei die Anteilnahme überwältigend gewesen. „Wir fühlen uns als Teil von Gemünden und sind sehr dankbar.“

Den Spendenerlös möchte die Familie nutzen, um Dennis in eine Spezialklinik in Köln-Merheim zu schicken. Dort bekäme er jeden Tag Anwendungen und könnte so seinem großen Ziel, wieder laufen zu lernen, näherkommen. Während auf dem Platz die Altherrenmannschaft der SG Bunstruth-Haina gegen die Ü45-Mannschaft aus Frankenberg spielte, kamen immer wieder Menschen zu Dennis und seiner Familie, um sich über seine Fortschritte zu erkundigen und ihnen Mut zuzusprechen. „Sport verbindet“, erklärte Dirk Rief vom TSV Gemünden. „Dennis‘ Unfall hat uns betroffen gemacht und wir wollen mit dieser Veranstaltung unsere Verbundenheit zur Familie ausdrücken.“ Daher kam die Idee, das Spiel der Traditionsmannschaft des TSV mit der Spendenaktion zu verbinden. Am späten Nachmittag stand eben diese Mannschaft, die der Ersten Senioren-Mannschaft von 1989/90 entspricht, der Ü45-Mannschaft aus Marburg gegenüber. „Die Spieler sind von weit her angereist“, betonte Dirk Rief. Werner Winter bedankte sich bei allen, die den Nachmittag zu einem vollen Erfolg gemacht haben. „In letzter Zeit drehte sich alles um Dennis, aber auch auf meinen Sohn Steven bin ich sehr stolz“, sagte er. Für sein erstes Spiel in der ersten Mannschaft des TSV wünschte er ihm alles Gute. „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“, schloss er seine Rede. In der Halbzeitpause spielte der Musikzug der Feuerwehr Gemünden und rundete so den sportlichen Nachmittag ab.

von Katharina Beule

Kommentare