Sportwochenende zum 100-jährigen Vereinsbestehen des TSV Frankenau · Präsentation der Sparten

Sportlicher „Theater- und Sing-Verein“

Die Frankenauer Tischtennisspieler setzten an mehreren Platten auch außergewöhnliche Schläger ein und bewiesen ihre Reaktionsfähigkeit. Fotos: Frank Seumer

Frankenau - Tischtennis, Damengymnastik, Fußball, Theater, Kinderturnen und Reha-Sport: der TSV Frankenau präsentierte am Sportwochenende zum 100-jährigen Bestehen sein breites Angebot.

Als Theater- und Sing-Verein bezeichnete Pfarrer Harald Wahl beim Festgottesdienst den TSV. Wahl erinnerte an die Glanzzeiten der Fußballer in der Landesliga und hob die Verdienste der ältesten Mitglieder hervor: Karl und Annemarie Ruhwedel sind zusammen 170 Jahre alt und davon 134 Jahre Mitglied im TSV. Am Gottesdienst wirkten auch der Kirchenchor unter der Leitung von Günter Retzlik, der Posaunenchor mit Hermann Bischoff sowie Organist Udo Engel-Kroll mit. Die Konfirmanden lasen die Fürbitten. Die TSV-Vorstandsmitglieder Annette Ruhwedel, Meinhard Völker, Mario Schelberg und Holger Kohlhepp absolvierten vor dem Altar ein Quiz und sangen mit der Gemeinde einen Kanon. Völker überreichte Wahl eine Geldspende, die für die Kinderbibelwoche verwendet werden soll.

Mit Fahne und Posaunenchor zogen die Sportler zum Ehrenmal, wo den verstorbenen Vereinsmitgliedern gedacht und ein Kranz niedergelegt wurde. Weiter ging es zur Kellerwaldhalle. Nach dem Mittagessen trat dort die Band der Kegelbergschule unter der Regie von Harald Vogler auf. Die Jugendlichen sorgten für gute Stimmung, Lokalmatador und Sänger Tobi Frank erntete besonderen Applaus.

In der Kellerwaldhalle präsentierten sich die Abteilungen des TSV. Die Tischtennisspieler luden zum Spielen mit außergewöhnlichen Schlägern ein: Mit Bratpfanne, Spiegel oder Brett trafen sie den kleinen Ball. In einem Schaukampf maß sich der Frankenauer Volker Heck mit dem amtierenden Kreismeister Andy Zimmermann. Die Fußballer schossen draußen an einer digitalen Torwand um den Kickstar. Dietmar Schneider stellte die Kinderturngruppe vor. Die Jüngsten präsentierten mit ihren Eltern „Auf der Schwäbsche Eisebahne“. Jolitta Wittke-Begere leitet die Damengymnastik und forderte auch die Männer im Saal zum Mitmachen auf. Außer dem Bürgermeister Björn Brede stand auch TSV-Vorsitzender Meinhard Völker auf der Bühne. Annemarie Ruhwedel erinnerte in Versform an den Wiederaufbau des TSV 1946: „Wenn unsere Fußballer schossen die Tore, dann tranken wir Frauen Kümmerling auf der Empore.“ Seit vier Jahren besteht die Abteilung Reha-Sport unter der Leitung von Karin Pape. Sie umfasst aktuell sechs Gruppen. Die Theatergruppe sorgte mit ihrem Sketch „Pflegenotstand“ für viel Gelächter in der Halle. Eckhard Ruhwedel, Claudia Schmermund, Herbert Müller, Annette Ruhwedel, Kurt Schelberg, Günter Muhr, Gabi Kohlhepp und Birgit Ruhwedel teilten sich eine Zahnbürste und ein Blatt Klopapier.

Der neue TSV-Jugendwart Jan Krämer will künftig den Jugendfußball in allen Altersklassen in der Spielgemeinschaft Altefeld/Frankenau sicherstellen. Er rief zur Gründung einer neuen Bambini-Mannschaft auf.

Die nächsten Veranstaltungen im Rahmen des TSV-Jubiläumsjahres: Samstag, 27. Juli: Achter offener Stadtpokal im Fußball mit einem Einlagespiel der Altherren gegen des KSV Hessen Kassel. 3. und 4. August: Internationales Fußballturnier mit Gästen aus Wirksworth/England, Die/Frankreich und Frankenau/Sachsen.

Kommentare