Amerikanische Familie ist für drei Jahre in Frankenberg

Die Sprache als Schlüssel zur Kultur

Katherine Eichenberg und Michael Sargent (vorn) aus der Nähe von Detroit sind für drei Jahre nach Frankenberg gezogen. Damit ihre Kinder in der Edertalschule zurechtkommen, helfen (von links) Osborn-Personalreferentin Michaela Theis, Lehrer Marco Nezi, die Referendarinnen Natalie Krümmelbein, Nicole Wilke und Carola Quadt sowie Schulleiter Stefan Hermes. Foto: Andrea Pauly

Frankenberg - Von anderen Kulturen lernen und etwas für das Leben mitnehmen, das über eine Fremdsprache hinausgeht: Das wünschen sich Katherine Eichenberg und Michael Sargent für ihre beiden Kinder. Das Ehepaar hat sich auch deshalb entschlossen, mit seinen Kindern zeitweise nach Deutschland zu ziehen.

Michael Sargent ist in der international tätigen Jason Incorporated angestellt - dazu gehört auch die Burgwalder Firma Osborn. Der US-Amerikaner hat einen Vertrag über drei Jahre angenommen und ist mit seiner Ehefrau und den Kindern Chloe (12) und Colin (14) nach Frankenberg gezogen - ohne jegliche Deutschkenntnisse.

Bevor die Familie sich für den Umzug nach Deutschland entschied, mussten viele Entscheidungen getroffen werden - etwa, welche Schule die beiden Kinder besuchen würden. Dabei half Michaela Theis, Personalreferentin bei Osborn den Amerikanern. Die Internationale Schule in Gladenbach wäre eine Möglichkeit gewesen. Doch Michael Sargent und Katherine Eichenberg beschlossen, ihren Sohn und ihre Tochter an die Edertalschule zu schicken. Das führte dazu, dass das Gymnasium - mit finanzieller Unterstützung von Osborn - ein Förderprojekt für Colin und Chloe einrichtete.

Die beiden werden von Referendarinnen begleitet, erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben und bei der Übersetzung von Unterrichtsinhalten. Außerdem nehmen die beiden wöchentlich fünf Stunden gezielten Deutschunterricht. Darin gehe es nicht nur um phonetische Grundlagen, Aussprache und Konversation, „sondern auch um Kulturkunde“, sagt Lehrer Marco Nezi. „Je besser die beiden die Sprache sprechen, desto besser sind sie auch in den Schulalltag integriert.“

„Die Sprache ist die größte Herausforderung“, bestätigt Michael Sargent. „Aber je mehr wir lernen, desto mehr werden wir ein Teil der Gesellschaft.“

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