Afghanistan: Aufklärer aus der Burgwald-Kaserne überstehen Angriff unverletzt

Sprengstoffanschlag auf Frankenberger Soldaten

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Frankenberg - In Afghanistan haben am Sonntagmorgen drei in der Burgwald-Kaserne beheimatete Soldaten einen Sprengstoffanschlag unverletzt überstanden.

Die Soldaten des Bataillons für Elektronische Kampfführung (EloKa) 932 waren gegen 2.20 Uhr in gepanzerten Fahrzeugen etwa zwölf Kilometer nordöstlich ihres Feldlagers „OP North“ in der Provinz Baghlan unterwegs, als der Sprengstoffanschlag auf sie verübt wurde. In dem „angesprengten“ Radpanzer „Dingo“ saßen insgesamt drei Soldaten.

„Zum Glück sind alle heil rausgekommen“, erklärte Kommandeur Elmar Henschen auf Anfrage von WLZ-FZ. Um 3.04 Uhr habe ihn der Chef des ISAF-Kontingents über den Angriff unterrichtet. Nach der Sicherung der Anschlagstelle hätten die Soldaten auf Unterstützung warten müssen, „weil der ,Dingo‘ nicht mehr fahrtüchtig gewesen ist und in das Feldlager geschleppt werden musste“.

Die drei Aufklärer aus Frankenberg werden den Einsatz in Afghanistan fortsetzen. In der Regel werde direkt nach Rückkehr in das Lager „intensiv über das Erlebte gesprochen“, um den Vorfall zu verarbeiten. Entweder ein Psychologe oder „anderes geschultes Personal betreut die Kameraden“, erklärte der Oberstleutnant.

Seit mehr als zehn Jahren stellt das Frankenberger Bataillon Soldaten für die EloKa-Kompanie in Afghanistan. Seitdem waren sie mehrfach Zeugen von zum Teil schweren Angriffen. Direkt betroffen war das ISAF-Kontingent zuletzt im Herbst 2008, als ein Frankenberger schwer verletzt wurde. 2003 kamen bei einem Sprengstoffanschlag in Kabul vier Soldaten des Frankenberger Kontingents ums Leben.

Von Rouven Raatz

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