Wolfgang Jost besucht Rennertehausen

Auf den Spuren der Kindheit im Edertal

Allendorf-Rennertehausen - Mit dem Elektro-Fahrrad war Wolfgang Jost aus Bad Homburg zusammen mit Freunden im Edertal unterwegs. In vier Etappen fahren die rüstigen und Senioren die 181 Kilometer lange Strecke von der Ederquelle bis nach Waldeck am Edersee.

Der 84-jährige pensionierte Oberstudienrat Wolfgang Jost wollte Freunden das Edertal zeigen. Er wurde 1928 in Rennertehausen geboren.

Seit Jahrzehnten haben die Freunde gemeinsam auf zwei Rädern viele Landschaften Deutschlands und Europas durchquert, bevor sie altersbedingt auf die Elektro-Fahrräder umstiegen. Wolfgang Jost wollten den Freunden seine Spuren im Edertal aufzeigen, die ihn in seiner Kindheit geprägt haben. Walter Sellmann hatte die „heimatkundige“ Führung im oberen Edertal übernommen und begleitete die Gruppe auf dem Fahrrad bis nach Rennertehausen.

Jost wurde 1928 in Rennertehausen im damaligen Schulhaus, jetzt „Annelnses Haus“, in der Mühlenstraße geboren. Seine Eltern waren das Ehepaar Elisabeth und Herrmann Jost, der zu den Mitbegründern des Rennertehäuser Sportvereins gehörte und Lehrer in Rennertehausen war. Wolfgang Josts Großvater Heinrich Lenz, ebenfalls Lehrer, begann seine berufliche Tätigkeit in Dodenau. Danach unterrichtete er 35 Jahre in Rennertehausen und übernahm später die Hauptlehrerstelle in Allendorf.

Lenz war beliebt und anerkannt in Rennertehausen und ist bisher der einzige Ehrenbürger der Gemeinde. Auch eine Straße wurde nach ihm benannt. Nachdem die Familie Jost nach Bad Homburg umgezogen war, blieb Wolfgang seinem Geburtsort auch weiterhin verbunden und verbrachte in seiner Kind-und Jugendzeit fast alle Ferien in Rennertehausen.

Aus dieser Zeit gibt es noch Freundschaften in Battenfeld, woher seine Großmutter Helene stammte, und in Allendorf und Rennertehausen. Bei seinem Besuch im Edertal traf er auf viele bekannte Geischter. „Hier oben im zweiten Stock, da bin ich geboren“ sagte Jost als die Gruppe an seinem Geburtshaus in Rennertehausen angekommen war.

Ein Höhepunkt war der gemeinsame Besuch des „Lenz-Zimmers“ mit Walter und Heinrich Sellmann, das zur Erinnerung an den Rennertehäuser Ehrenbürgerim Heimatmuseum eingerichtet worden war.

Nach dem Gang zum Grab seiner Großeltern auf dem Friedhof in Rennertehausen ging die Fahrt weiter zum nächsten Etappenziel Frankenberg, wo in einem Hotel auf dem Obermarkt übernachtet wurde. (wi)

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