Staatsminister Boddenberg informiert sich in Betrieben über Fachkräfte

In der Produktion bei Ewikon: (von links) Minister Michael Boddenberg, Geschäftsführer Dr. Martin Wilhelmi, Mitarbeiter Wolfgang Ricker und Geschäftsführer Dr. Peter Braun. Foto:  Kiele

Frankenberg. „Es ist nicht so einfach, vernünftige Bewerber zu bekommen“, sagt Ewikon-Geschäftsführer Dr. Martin Wilhelmi. Welche Probleme Unternehmen haben, Fachkräfte zu bekommen und auszubilden, und wie sie darauf reagieren – darüber hat sich der Hessische Staatsminister Michael Boddenberg bei den Frankenberger Firmen Ewikon und Finger-Haus informiert.

Fachkräftemangel liege wahrscheinlich auch am demographischen Wandel, aber auch die Anforderungen im Betrieb seien gestiegen, sagte Wilhelmi. „Wir holen Schulklassen in den Betrieb, um Werbung für den Beruf zu machen. Dann haben die Schüler auch die Möglichkeit, mit Auszubildenden zu sprechen.“ „Wir bieten auch Praktikumsplätze an und haben so die Möglichkeit, unsere Bewerber besser kennenzulernen“, sagte Gerhard Mütze, Leiter der Personalabteilung bei Ewikon.

Derzeit sind 17 Auszubildende bei Ewikon beschäftigt. Die meisten kommen aus der Region. Das Angebot der Ausbildungsberufe in dem Heißkanal-Unternehmen ist vielfältig: Neben Zerspanungs-, Werkzeug- oder Verfahrensmechaniker kann man sich auch als Industriekaufmann oder technischer Produktdesigner ausbilden lassen. „Mathe-, Physik- und Chemiekenntnisse sind wichtige Voraussetzungen für die Ausbildung. Aber auch ein Talent für Sprachen ist gerade im kaufmännischen Bereich nicht unbedeutend“, sagte Wilhelmi.

„Derzeit sind neun Prozent der Schulabgänger ohne Schulabschluss. Das sind immer noch neun Prozent zu viel. Diese Quote muss reduziert werden“, sagte Minister Michael Boddenberg, der beim Land für Bundesangelegenheiten zuständig ist. Auch die Integration von Menschen mit Behinderung sei ein Thema in der 2011 gegründeten Fachkräfte-Kommission des Landes. „Wir fragen in Firmen nach, was die genauen Rekrutierungsprobleme sind und welche Lösungswege es gibt, von denen wir noch nicht gehört haben“, erklärte Boddenberg.

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Von Franziska Kiele

Quelle: HNA

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