Einführungsgottesdienst für Karl-Günter Balzer

Stadt, Dorf und die Kirche verbinden

Pfarrer Karl-Günter Balzer (Mitte) freut sich auf seine Aufgaben: Er hat die Ämter als Öffentlichkeitsbeauftragter im Sprengel Wal­deck und Marburg sowie den „Dienst auf dem Lande“ übernommen. Seinen Einführungsgottesdienst in der Frankenberger Liebfrauenkirche gestalteten Propst Helmut Wöllenstein (links) und Pfarrer Dr. Jochen Gerlach mit.Foto: Simone Schwalm

Frankenberg - Als Sprachrohr für Gottes Wort und Bindeglied zur ländlichen Region wurde Pfarrer Karl-Günter Balzer in der Liebfrauenkirche eingeführt.

„Juhuu“, rief Pfarrer Karl-Günter Balzer von der Kanzel herab, und die Gottesdienstbesucher lächelten. Der 57-Jährige setzte das „Lustgeschrei“ aus der fünften Strophe von „Geh aus mein Herz und suche Freud“ in die Tat um - denn so fühle er sich eben: voller Vorfreude auf seine Aufgaben.

Balzer wurde während eines Gottesdienstes in der Frankenberger Liebfrauenkirche eingeführt - für sieben Jahre als Öffentlichkeitsbeauftragter im Sprengel Waldeck und Marburg sowie Pfarrer im Dienst auf dem Lande. Für diese Tätigkeiten ist er bestens gerüstet: Mit seiner offenen und warmherzigen Art zog er sogleich die Sympathie der Gottesdienstbesucher auf sich.

Medien und Landwirte

Der Kirchhainer ist seit 1985 Pfarrer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck - als Gemeindepfarrer, Stadtjugendpfarrer und Medienbeauftragter. Der Pfarrer ist zugleich Journalist - und ebenso gut vertraut mit der Öffentlichkeitsarbeit. In diesen Bereichen weist er lange Erfahrungen auf, unter anderem hat er eine Journalistenschule besucht, war als freier Mitarbeiter für Print und Rundfunk tätig sowie Chefredakteur der ökumenischen Monatszeitschrift „Kirche in Marburg“. Wie wichtig seine Aufgabe ist, verdeutlichte Propst Helmut Wöllenstein: „Die Medien machen etwas laut, möglichst nah und möglichst nicht zu überhören.“

Balzer ist sich sicher: „Schön ist die Botschaft der Kirche.“ Diese Botschaft wolle er mit journalistischem Ernst weitertragen. Mit seiner Kompetenz soll Balzer laut Wöllenstein zum einen das Wort Gottes verkünden, zum anderen aber auch selbst zuhören.

Zusammenleben stärken

Mit dieser Anforderung ist das zweite Tätigkeitsfeld von Balzer verbunden - als Nachfolger von Eberhard Wisseler aus Beltershausen ist er der neue Pfarrer im Dienst auf dem Lande. Er organisiert Vorträge zu Themen wie Dorf- und Regional-Entwicklung, demografischem Wandel, Leben auf dem Land sowie dem Umgang mit Boden und Ressourcen. Außerdem berät und unterstützt er Gemeinden, kirchliche Einrichtungen und auf dem Land lebende Familien, zum Beispiel bei Pachtverhandlungen oder in schwierigen Lebens- und Arbeitssituationen, erläuterte Pfarrer Dr. Jochen Gerlach, Leiter des Referats Wirtschaft, Arbeit, Soziales.

Balzers Anliegen ist es, das Zusammenleben in Städten und Dörfern zu stärken sowie Landwirte zu unterstützen. Dabei fungiert er als Bindeglied zwischen der Öffentlichkeitsarbeit und der regionalen Arbeit, fasste Dr. Anne-Ruth Wellert zusammen, stellvertretende Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Balzer zeigte sich erfreut über seine neuen Aufgaben und betonte: „Ich komme gerne zu den Gemeinden und zu Ihnen - sagen Sie es weiter: Ich bin erreichbar.“

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