Dodenauer Wildgehege: Stadt kündigt Vertrag mit Fachberater

Da war die Welt noch in Ordnung: Am 1. September wurde Reinhard Paffe (links) als jagdlicher Fachberater für das Dodenauer Wildgehege vorgestellt. Mit dabei waren (von links): Ute Schmidt, Matthias Schneider und Ulrike Gerke vom Verkehrs- und Verschönerungsverein, Ortsvorsteher Wolfgang Stein und Heinrich Engelhardt (Jägervereinigung). Archivfoto: Hoffmeister

Dodenau. „Darauf kann ich mir überhaupt keinen Reim machen“, sagte Reinhard Paffe am Mittwoch der HNA. Paffe war seit dem 1. September jagdlicher Fachberater für das Wildgehege in Dodenau. Mit sehr viel Elan und vielen Ideen war er in sein neues Amt gestartet.

Nun aber hat die Stadt Battenberg den Vertrag gekündigt, der ohnehin kein Entgelt, sondern nur einen Fahrkostenzuschuss beinhaltete. Begründung: Paffe besitze nicht den erforderlichen Jagdschein.

„Ich habe keine Ahnung, was das soll“, sagt Paffe. Er besitze sehr wohl einen Jagdschein - und zwar seit 1984. Allerdings habe er aktuell keine Schießerlaubnis. Eine solche hätte er kostenpflichtig beim Landkreis beantragen müssen. „Dafür gibt es aber gar keine Notwendigkeit. Das Wildgehege ist zu zwei Dritteln leer. Da gibt es akut gar nichts abzuschießen“, betonte Paffe.

Bürgermeister Heinfried Horsel weiß nach amtlichen Recherchen: „Herr Paffe hat keine Jagdausübungsberechtigung und keine Schießerlaubnis mehr.“ Das habe er bei Nachforschungen bei der Kreisverwaltung in Meschede herausgefunden, sagte der Battenberger Bürgermeister der HNA. Er bedauere diese Entwicklung sehr, weil er große Hoffnungen in Reinhard Paffe gesetzt habe.

Gerüchte um den fehlenden Jagdschein gab es offenbar unter den grünberockten Fachleuten schon länger. (off)

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Quelle: HNA

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