Frankenberg

Stadt zahlt für Lkw-Führerschein

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- Frankenberg - Röddenau (mwi). Jörg Paulus wurde bei der Hauptversammlung der Frankenberger Wehren ·zum Hauptbrandmeister befördert. Weitere Beförderungen und Ehrungen standen am Samstag auf der Tagesordnung.

In jedem der 13 Stadtteile und in der Kernstadt existieren Einsatzabteilungen. Genau 320 Aktive sorgen derzeit für den Brandschutz und die Sicherheit der Einwohner, unter ihnen sind 33 Frauen. Das berichtete Stadtbrandinspektor Martin Trost bei der gemeinsamen Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus in seinem Jahresrückblick. Neben der Einsatzabteilung bestehen Feuerwehrvereine und der Röddenauer Spielmannszug, der die Versammlung auch musikalisch eröffnete.

Im vergangenen Jahr mussten die Wehrleute 159-mal ausrücken. Neben 42 Brandeinsätzen und 26 Fehlalarmen bildeten Hilfeleistungen – wie Unfälle und Unwettereinsätze – den Hauptgrund der Alarmierungen. „Zur Stärkung der Einsatzbereitschaft haben wir die Wehren in sechs Züge eingeteilt, die sich gegenseitig unterstützen. Dadurch muss auch nicht jedes Sondergerät bei jeder Wehr vorhanden sein“, sagte Trost.

Neben dem bereits existierenden Katastrophenschutzzug sei geplant, in diesem Jahr einen zusätzlichen GABC-Zug aufzubauen. Die Feuerwehren übernehmen jedoch neben den klassischen Einsätzen auch weitere Tätigkeiten des vorbeugenden Brandschutzes wie Hydrantenprüfungen und die Brandschutzerziehungen etwa in Kindergärten. Oder sie besichtigen Firmen und öffentliche Objekte, um sich für eventuelle Einsätze Ortskenntnisse zu verschaffen. Auch in diverse Alarmübungen investierten die Feuerwehrleute ihre Freizeit. Für die eigene Weiterbildung haben die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr 90 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht.

Trost monierte die schwächere Beteiligung an den Übungen in der Atemschutzübungsstrecke und rief seine Kameraden auf, dieses Defizit zu beseitigen. Bürgermeister Christian Engelhardt dankte den Aktiven für ihr Engagement. „Es ist ein wichtiges Ehrenamt und Sie können zu Recht stolz darauf sein.“

Neben den Einsatzabteilungen existieren in Frankenberg und seinen Stadtteilen zehn Jugendfeuerwehren und eine Bambini-Wehr, die den Nachwuchs für die Feuerwehren sicherstellen. Stadtjugendwartin Julia Paulus berichtete über deren Arbeit. Zu den 118 Jugendlichen in den Wehren gehören 40 Mädchen, was einen besonders großen Anteil im Vergleich zu anderen Jugendabteilungen darstellt. „Trotz des Rückgangs um zwölf Mitglieder sind wir die drittgrößte Stadtjugendfeuerwehr des Landkreises“, sagte Paulus. Besonders erfreulich sei die Übernahme von acht jungen Wehrleuten in die Einsatzabteilungen. Beim Kreiszeltlager in Bromskirchen stellten die Frankenberger die größte Gruppe. Neben den rund 1000 Stunden Arbeit mit den Jugendlichen investierten die gut 30 Betreuer außerdem noch 900 Stunden der Vor- und Nachbereitung. Freizeiten und Fahrten in Schwimmbäder und Freizeitparks gehörten genauso zu dem Programm wie die feuerwehrtechnische Ausbildung.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Montag, 28. März

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