Schüleraustausch

Stadtkinder treffen auf das Landleben

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Werner Balz erklärte den Schülern aus Singapur und Australien die tägliche Arbeit eines Landwirts.

Frankenberg - Den Weg der Milch auf den Frühstückstisch können diejenigen, die auf dem Land leben, gut nachvollziehen. Bei "Stadtkindern" sieht das schon anders aus. Zwölf Schüler aus Singapur und drei aus Sidney erkunden derzeit die Unterschiede ihrer Heimat zum Frankenberger Land.

Drei Wochen genießen sie das Leben auf dem Land. Ein Leben, dass sie in dieser Form noch nicht kennengelernt haben. Zwölf Schüler aus Singapur sind seit der vergangenen Woche zu Gast in Frankenberg.

Den Besuch organisiert die Edertalschule gemeinsam mit dem Pädagogsichen Austauschdienst in Bonn. Zusätzlich zu den zwölf Singapurern sind auch drei Schülerinnen aus Australien zu Gast. Alle seien bei Gastfamilien untergebracht, sagte Organisatorin Christina Lambach.

Nach einem Empfang durch Bürgermeister Rüdiger Heß ging es für die Gäste aus Asien am Mittwoch auf den Bauernhof der Familie Balz. Nach einem halbstündigen Marsch von der Edertalschule bis auf den Hof war aber zunächst eine Erfrischung angesagt, wofür sich die Gastschüler mit einem „big fat Dankeschön“ bei ihren Gastgebern bedankten.

Werner und Cornelia Balz hatten für die Besucher aus Asien und „Down Under“ eine Auswahl an leckeren Milchspezialitäten zusammengestellt: Kakao, Joghurt und Spundekäs fanden reißenden Absatz bei den Jugendlichen. Anschließend machten sich die Städter auf, den Hof etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Fachmännisch geführt wurden sie dabei von Werner Balz.

Zu Beginn der Führung war der Melkstand an der Reihe. „Hier verdienen wir unser Geld“, berichtete der Landwirt seinen interessierten Zuhörern. Die Schüler durften sich auch selbst im Melken versuchen. Anschließend ging es zu den Kälbern und den Jungtieren.

„Den Schülern macht es Spaß zu vergleichen“, sagte Wong. Die meisten würden sagen, dass das Schülerleben in Singapur viel stressiger sei. Dort gebe es mehr Hausaufgaben und der Schultag würde länger dauern. „Hier dürfen sie Kind sein“, sagt Wong. Es sei ein ganz anderer Lebensstil.

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