Interkommunale Zusammenarbeit im Frankenberger Land

Städte und Gemeinden bauen ihre Partnerschaft aus

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Der neue Frankenauer Bürgermeister Björn Brede (vorne) wurde von seinen Amtskollegen im Verbund der Interkommunalen Zusammenarbeit begrüßt, (hinten von links) Christian Engelhardt (Frankenberg), Rudolf Backhaus (Haina), Frank Gleim (Gemünden), Hans Waßmuth (Rosenthal) und Lothar Koch (Burgwald).

Frankenberger Land. Die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen Burgwald, Frankenau, Frankenberg, Gemünden, Haina und Rosenthal soll in den kommenden Monaten ausgebaut werden.

Die Bürgermeister der sechs Städte und Gemeinden haben bei ihrem monatlichen Treffen am Freitag in Burgwald besprochen, wie die Kooperation ausgebaut werden könnte - etwa in den Bereichen Energie, Wasser, Abwasser, DSL-Verbindungen und Gebäudemanagement.

Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt, Pressesprecher des Verbundes, erläuterte am Beispiel Müllabfuhr die Möglichkeiten der Zusammenarbeit – und damit der Kosteneinsparung: Bisher habe jede Kommune einen eigenen Vertrag mit einem Entsorger abgeschlossen und verschicke selbst die Gebührenbescheide an die Haushalte. Das könne man vereinfachen, indem etwa eine Verwaltung die Bescheide für alle sechs Kommunen verschickt oder die Routen der Müllabfuhr über Gemeindegrenzen zusammengelegt werden.

Denkbar sei aber auch eine kreisweite Lösung. Dass die Abrechnungen für die Beschäftigten der sechs Kommunen in Frankenberg erstellt würden, spare schon jetzt Kosten, sagte Engelhardt. Im nächsten Jahr wollen die Partner einen gemeinsamen Auszubildenden einstellen, der im Austausch verschiedene Bereiche und Arbeitsabläufe kennenlernen soll.

Gemünden macht in diesem Fall nicht mit, da die Stadt einen eigenen Azubi einstellt. „Die gefühlte Zusammengehörigkeit soll wachsen", sagte Engelhardt. Die Planungen gingen aber nicht bis zu einem tatsächlichen Zusammenschluss zu einer Großgemeinde. „Das war in unserer Runde noch nie ein Thema“, sagte Engelhardt.

Es sei wegen der wirtschaftlichen Not und des demografischen Wandels aber logisch, dass die Arbeit der Kommunen zusammenwachse – allerdings im Hintergrund der Verwaltung. Für die Bürger ändere sich im Prinzip also nichts. (jpa)

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Quelle: HNA

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